Leuthard Doris · Bundesrat · 2012-06-11
Leuthard Doris · Bundesrat · Aargau · 2012-06-11
Wortprotokoll
Herr Nationalrat Aebi, Littering ist leider ein allzu bekanntes Phänomen. Einzelne Personen lassen ihre Abfälle überall liegen, wo es ihnen gerade passt. Wie die Medienberichte zeigen, können solche Abfälle für Tiere eine grosse Gefahr darstellen, für einzelne Tiere kann es sogar tödlich enden. Abschätzungen oder Erhebungen dazu liegen uns keine vor. Generell hat das Phänomen [PAGE 1008] Littering aber zugenommen, weil sich unsere Gesellschaft vermehrt mobil verpflegt und man dann häufig die Abfälle achtlos liegen lässt.
Der Bundesrat engagiert sich seit Längerem über verschiedene Massnahmen gegen das Littering. Primär muss das Problem auf allen Stufen, sprich Bund, Kantone, Gemeinden und Private, angegangen werden. Folgende Massnahmen sollen hier kurz genannt werden:
1. Schulung, Sensibilisierung und Information unterstützt durch die Organisationen IG saubere Umwelt, Stiftung praktischer Umweltschutz, Coopérative romande de sensibilisation à la gestion des déchets und in Zusammenarbeit mit Freizeit- und Sportverbänden.
2. Verbesserung der Separatsammlungen.
3. Mit dem runden Tisch Littering versucht der Bund, den Erfahrungsaustausch zwischen Verursachern und Geschädigten wie auch einzelne Massnahmen zu fördern.
4. Unterstützung kantonaler Massnahmen, z. B. Toolbox Littering des Kantons Thurgau, oder Verhaltenskodexe für Take-away-Betriebe.