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Riklin Kathy · Nationalrat · 2012-09-18

Riklin Kathy · Nationalrat · Zürich · Fraktion CVP-EVP · 2012-09-18

Wortprotokoll

Vom 1. Mai bis 31. Oktober 2015 wird in Mailand auf dem neuen Messegelände Milano Rho die Weltausstellung 2015 stattfinden. Sie steht unter dem Motto "Nutrire il pianeta. Energia per la vita", "Den Planeten ernähren. Energie für das Leben". Die Schweiz wird sich mit einem eigenen Pavillon präsentieren, wie sie dies bei den früheren Weltausstellungen in Hannover im Jahr 2000, in Aichi in Japan im Jahr 2005, in Saragossa im Jahr 2008, in Schanghai im Jahr 2010 und in diesem Jahr in Yeosu in Südkorea getan hat.

Der geplante Pavillon ist aus einem Wettbewerb hervorgegangen und wird an zentralster Lage im Ausstellungsgelände stehen. Er soll aus bis zwölf Meter hohen Türmen, die aus einer hölzernen Plattform herausragen, bestehen. Alle sind gefüllt mit typischen Schweizer Nahrungsmitteln. Besucherinnen und Besucher dürfen so viel mitnehmen, wie sie wollen. Sie sollen dabei erleben, wie die Bestände abnehmen und dass das eigene Konsumverhalten darüber entscheidet, wie lange es noch für die nächsten Besucherinnen und Besucher reicht.

Für die Teilnahme an der Expo 2015 beantragt Ihnen der Bundesrat einen Verpflichtungskredit von 23,1 Millionen Franken; mindestens 8 Millionen Franken sollen mittels Sponsoring beigetragen werden. Die Expo in Norditalien ist von besonderer Bedeutung, da Italien ein wichtiger politischer und wirtschaftlicher Partner der Schweiz ist. Italien ist nach Deutschland und vor Frankreich der zweitwichtigste Handelspartner der Schweiz. Gleichzeitig ist die Schweiz für Italien der achtwichtigste Handelspartner. Gerade für unsere italienischsprechende Südschweiz dürfte durch diese Weltausstellung im Nachbarland ein besonderer Gewinn entstehen. Sonderarrangements mit Übernachtungen im Tessin und Eisenbahnfahrten bis in die lombardische Kapitale werden auch der Schweiz einen Mehrwert bringen.

Den Projektwettbewerb für die Gestaltung des Pavillons hat die Netwerch GmbH in Brugg mit ihrem Projekt mit dem signifikanten Titel "Confooderatio Helvetica" gewonnen. Die Projektleitung für den Schweizer Pavillon liegt bei Präsenz Schweiz. Das Projekt thematisiert unter anderem die weltweite Verfügbarkeit und Verteilung von Lebensmitteln und soll die Besucherinnen und Besucher anregen, das eigene Konsumverhalten zu reflektieren. Die Kommission wünscht, dass die Auswahl der Lebensmittel mit Bedacht und Rücksicht auf typisch schweizerische Produkte erfolgt und dass nicht der Eindruck von Verschwendung von Lebensmitteln entstehen soll. Der Nachhaltigkeitsgedanke soll im Zentrum stehen; dies die Wünsche Ihrer WBK.

Der Pavillon wird aber auch eine optimale Marketingplattform für die Schweizer Landwirtschaft und die Schweizer Nahrungsmittelindustrie bieten. Die Kantone Tessin, Graubünden, Uri und Wallis haben ihre Teilnahme zugesagt, und auch die Städte Basel, Bern, Genf und Zürich werden sich beteiligen. Die Ausstellung bietet die Chance, die Stärken der Schweiz wie die kulturelle Vielfalt, die Forschungskapazität, die Innovationskraft und die Kreativität einer breiten Bevölkerung Italiens und anderer Länder sowie den ausländischen Medien näherzubringen.

Die gemeinsame Sprache und die gemeinsame Kultur werden zu einem regen Austausch führen. Das Schweizer Rahmenprogramm "Verso l'Expo Milano 2015" wird den Schweizer Unternehmen zudem die Möglichkeit bieten, ihre Präsenz im Nachbarland Italien zu verstärken und zahlreiche Kontakte zu knüpfen.

Die APK hat zur Expo 2015 in Italien einen Mitbericht erstellt und stimmt dem Projekt mit 15 zu 0 Stimmen bei 4 Enthaltungen zu. Ihre WBK stimmt dem Bundesbeschluss über die Teilnahme der Schweiz an der Weltausstellung 2015 in Mailand einstimmig zu. Wir bitten Sie, dem Verpflichtungskredit von 23,1 Millionen Franken zuzustimmen.

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