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Aebischer Matthias · Nationalrat · 2012-09-18

Aebischer Matthias · Nationalrat · Bern · Sozialdemokratische Fraktion · 2012-09-18

Wortprotokoll

Das vorliegende Projekt für die Weltausstellung 2015 und auch die Strategie der Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Italien werden von der SP grundsätzlich begrüsst. Wir werden die Vorlage, sprich das Projekt, unterstützen.

Nahrungsmittelsicherheit und auch Nahrungsmittelqualität sind Themen, mit denen sich nicht nur die Schweizer Politik, sondern auch die Schweizer Bevölkerung sehr aktiv auseinandersetzt. Das heisst, die Schweiz hat in dieser Diskussion der nachhaltigen Entwicklung auch einiges zu bieten, was man international zeigen darf, nicht im Sinne von "Wir sind gut", sondern eher im Sinne einer Grundidee, die hierzulande weit fortgeschritten ist und die zum Kopieren animieren soll. Gespannt sind wir, wie das in Mailand dann vermittelt werden soll.

Es ist klar, dass eine Weltausstellung in Europa auch eine Chance darstellt, sich auf unserem Kontinent touristisch, wirtschaftlich und kulturell zu präsentieren, vor allem gerade in Italien. So werden ja rund drei Viertel aller Besucherinnen und Besucher, rund 15 Millionen Personen, aus Italien selbst erwartet. Klar kann man versuchen, diese Zusammenarbeit nun mit wirtschaftlichen und vielleicht auch verkehrstechnischen Dossiers zu verknüpfen. Doch, so glaube ich, dürfte man noch einen Schritt weiter gehen. Primär erhält die Schweiz nun die Chance, sich Italien als verlässliche Partnerin zu präsentieren. Unterstützen wir doch die Vorhaben, die Pläne unseres südlichen Nachbarn voll und ganz!

All die Zweifel, die nun bereits aufkommen, ob Italien überhaupt fähig sei, eine solche Weltausstellung auf die Beine zu stellen, und was dann bei einer Absage wohl mit dem hier in der Schweiz budgetierten Geld passieren würde, all diese Zweifel zeugen nicht gerade von grossem Vertrauen in unser Nachbarland. Von all den Grossveranstaltungen, die im Vorfeld immer wieder kritisiert wurden, hatte in den letzten Jahrzehnten meines Wissens nur eine verschoben werden müssen, und das war unsere eigene Landesausstellung, die Expo.01 - sie wurde zur Expo.02.

Nutzen wir doch die Gelegenheit und gehen wir mit Italien. So erhalten wir auch den richtigen Nährboden für alle anderen Themen, die wir gerne mit der Weltausstellung verknüpfen möchten. Und nicht zuletzt auch: Nutzen wir doch die Gelegenheit, unsere eigene Identität zu stärken. Gerechnet wird damit, dass rund 2 Millionen Schweizerinnen und Schweizer nach Mailand an die Weltausstellung reisen werden. Die Weltausstellung in Mailand ist also auch ein bisschen eine Schweizer Ausstellung.

Die SP-Fraktion wird, wie gesagt, das vorliegende Projekt Milano 2015 unterstützen.