Lexipedia

Widmer-Schlumpf Eveline · Bundesrat · 2012-03-13

Widmer-Schlumpf Eveline · Bundesrat · Graubünden · 2012-03-13

Wortprotokoll

Es ist völlig unbestritten, dass Sprachkompetenz, besonders auch bei Führungskräften, etwas Wichtiges ist, und wir unterstützen das ja auch. Wir bemühen uns auch, Personen anzustellen, die alle vier Landessprachen oder zwei oder drei davon beherrschen. Das ist so. Zudem ist es unser langfristiges Ziel, in den Departementen ein in etwa ausgewogenes Sprachenverhältnis zu haben. Ich kann Ihnen auch sagen: Es gibt Abteilungen, die dieses Ziel bereits übererfüllen. Wenn Sie den Anteil der italienischsprechenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im GWK sehen, dann sehen Sie, dass wir in diesem Bereich das Ziel übererfüllen. In anderen Bereichen erfüllen wir es nicht, das ist so. Wir versuchen, langfristig überall in etwa diese Leitlinien einzuhalten, die wir uns selbst gegeben haben.

Es ist aber so, wie Herr Ständerat Eberle gesagt hat: Wenn es zwingend notwendig ist, wenn das Anforderungsprofil schon so ist, gehen wir natürlich davon aus, dass mindestens zwei Landessprachen verstanden und gesprochen werden. Es kann ja nicht sein, dass ein moderner Mitarbeiter, eine moderne Mitarbeiterin einer modernen Verwaltung und eines modernen Arbeitgebers nur dann bereit sind, ihre sprachlichen Kompetenzen zu vervollständigen, wenn das, so sage ich jetzt einmal, vollständig vom Arbeitgeber bezahlt wird. Unter einem modernen Arbeitnehmer oder einer modernen Arbeitnehmerin verstehe ich solche, die bereit sind, zeitlich oder auch finanziell etwas zu investieren, um sich selbst weiterzubilden, und zwar in einem Bereich, der notwendig und wichtig ist und ihnen selbst auch viel bringt. Insofern ist es richtig, dass wir eine Kooperation zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer anstreben.

Insofern möchte ich Sie bitten, dem Bundesrat zu folgen. Selbstverständlich wird der Arbeitgeber, der Bund, auch investieren. Aber ich gehe davon aus, dass es auch im Interesse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist, ihre Kompetenzen zu vervollständigen und sich damit noch marktgerechter zu machen.