Hess Peter · Nationalrat · 2001-06-22
Hess Peter · Nationalrat · Zug · Christlichdemokratische Fraktion · 2001-06-22
Wortprotokoll
Wir nehmen heute Abschied von unserem Kollegen Christoph Eymann. Er ist am vergangenen 22. Oktober in den Regierungsrat von Basel-Stadt gewählt worden und hat dort die Erziehungsdirektion übernommen.
Kollege Eymann hat sich in seinen zehn Jahren im Nationalrat immer wieder durch eigenständige Ansichten ausgezeichnet. Vom Bundesrat wurde er zum Präsidenten des Nationalen Komitees des Europäischen Naturschutzjahres 1995 ernannt, und vor drei Jahren war er einer der Initianten von "Sun 21", dem internationalen Forum für erneuerbare Energien und Energieoptimierung. Die Nord-Süd-Problematik wurde zu einem wichtigen Anliegen unseres Kollegen Eymann, der auch mit Bruno Manser Freundschaft schloss.
In der UREK hat sich Herr Eymann als undogmatischer Denker erwiesen. Auch in der SGK war er stets bemüht, die Probleme ganzheitlich anzugehen.
Als Gewerbedirektor wurde er mit den Schwierigkeiten der Rezessionsjahre konfrontiert und setzte sich für Massnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft ein. Mit Christoph Eymann wird uns nicht nur ein Mitglied der liberalen Partei, sondern auch ein liberaler Geist verlassen.
Christoph Eymann wurde einmal als schönster Parlamentarier der Schweiz bezeichnet. (Beifall) Ich will dies nicht näher beurteilen, weise Sie aber nur darauf hin, meine Herren, dass dieser Platz nun frei geworden ist. Auch der FC Nationalrat verliert mit ihm einen durchsetzungsstarken Teamplayer und einen erfolgreichen Spieler.
Die "Basler Zeitung" schrieb am 5. April, dass Christoph Eymann bei einer Ansprache an der Jahresversammlung der Schulsynode "viel Beifall von den Lehrkräften" erhielt, was beweist, dass ihm der Start zu einer erfolgreichen Laufbahn an der Spitze des Basler Erziehungsdepartementes gelungen ist. Diese neue Aufgabe fällt mit der Einreichung seiner Motion für eine substanzielle Erhöhung der Grundsubventionen an die kantonalen Universitäten zusammen (01.3140).
Im Sinne eines durchaus unkodierten Zeugnisses können wir heute feststellen, dass ein verdientes Mitglied unseren Rat verlässt. Wir wünschen unserem Kollegen viel Freude und Erfolg in seiner neuen Aufgabe. (Grosser Beifall)
Mit dem heutigen Tag beendet Woldemar Muischneek, Bundeshausredaktor der "Aargauer Zeitung", seine journalistische Tätigkeit. Während 26 Jahren hat er Bundesbern begleitet und gründlich analysiert. Dabei blieb es nicht nur bei der tagesaktuellen Berichterstattung. In der Wochenendbeilage des "Badener Tagblattes", für das er 1976 nach Bern kam, hat er innenpolitische Themen immer wieder vertieft dargestellt.
Wir danken Woldemar Muischneek für den grossen Beitrag, den er mit seinen ungezählten Artikeln für das Parlament geleistet hat. (Beifall)
Schliesslich verlässt uns auf Ende dieser Session eine langjährige Mitarbeiterin der Parlamentsdienste, Frau Regula Buchmüller, Redaktorin beim Dienst für das Amtliche Bulletin. Als Redaktorin und Protokollführerin hat sie während über zwölf Jahren unsere Verhandlungen verfolgt und zuverlässig und sachkundig aufgezeichnet. Im Namen unseres Rates danke ich Frau Buchmüller für ihre wertvollen Dienste und wünsche ihr in ihrem neuen Tätigkeitsfeld alles Gute. (Beifall)
Wir sind am Ende einer arbeitsreichen Session angelangt, während der wir dank Ihres grossen Einsatzes und Ihrer guten Arbeitsdisziplin mehrere Gesetzesvorlagen zu Ende führen konnten. Wir haben heute die Schlussabstimmung über [PAGE 956] zahlreiche Volksinitiativen durchführen können, was beweist, dass beide Räte auch in diesem Bereich verschiedene Pendenzen haben abbauen können.
Zu dieser für mich positiven Würdigung kommt eine eher sachliche Feststellung: Es sind bis jetzt 170 neue persönliche Vorstösse und 14 Parlamentarische Initiativen eingereicht worden. Das beweist, dass wir auch in den kommenden Sessionen über genügend Arbeit verfügen werden. Ich benütze die Gelegenheit, Ihnen für die Mitarbeit und die Kollegialität in dieser Session zu danken. Ich wünsche Ihnen eine erholsame, sonnige Sommerpause und freue mich, Sie in der Herbstsession wieder willkommen heissen zu dürfen. (Beifall)
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Schluss der Sitzung und der Session um 09.00 Uhr
Fin de la séance et de la session à 09 h 00