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Jenny This · Ständerat · 2010-06-16

Jenny This · Ständerat · Glarus · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2010-06-16

Wortprotokoll

Wie heisst es doch so schön: "Der Worte sind genug gewechselt, lasst mich auch endlich Taten sehn!" Ein Vorgänger von Frau Präsidentin Forster hat irgendwann zu fortgeschrittener Mittagszeit einmal gesagt: "Lasst uns auch endlich Braten sehn!" (Heiterkeit) In diesem Sinne bin ich für Eintreten.

Ich möchte allerdings Frau Kollegin Verena Diener eine Antwort zu ihrer Aussage geben, mit der Förderung des öffentlichen und des privaten Verkehrs würden wir die Zersiedelung dieses Landes fördern. Das mag stimmen, aber, meine sehr geschätzte Kollegin, die 2,5 Millionen Personen, die täglich pendeln, machen das nicht aus purer Freude am Zugfahren oder am Autofahren; sie machen es auch nicht deshalb, weil sie nicht gerne zu Hause sind, sondern sie machen aus der Not eine Tugend. (Heiterkeit) Sie machen das einfach, weil sie im engeren Umkreis keine wirtschaftliche Betätigung finden. Ich kann Ihnen versichern, dass die Chemiker, die in Disentis wohnen, gerne in Disentis arbeiten würden, aber dort keinen Arbeitsplatz finden. Also müssen sie sich an einen anderen Ort begeben. Aus diesen Gründen müssen wir eben den öffentlichen Verkehr wie auch den privaten Verkehr fördern. Es ist naheliegend und auch sehr offenkundig, dass ausgerechnet diejenigen, Basel und Zürich, wo es praktisch alle zehn Minuten einen Anschluss gibt, noch weitere Mittel für ihre Projekte fordern - diejenigen auf dem Land sollen dann selber schauen. Das sollte man dann doch ein bisschen grossräumiger angehen.

Ich bin selbstverständlich für Eintreten und beantrage Ihnen auch, der Mehrheit zu folgen, weil wir, Herr Kollege Büttiker, mit weniger Mitteln die Kantone, die offensichtlich ein Wunschkonzert veranstalten, sicher nicht besänftigen werden.