Semadeni Silva · Nationalrat · 2013-06-19
Semadeni Silva · Nationalrat · Graubünden · Sozialdemokratische Fraktion · 2013-06-19
Wortprotokoll
La moria delle api crea preoccupazione in tanti Paesi, anche in Svizzera, anche nella Svizzera italiana, anche nelle regioni di montagna. Le api e l'impollinazione fatta dalle api rappresentano un elemento irrinunciabile dell'ecosistema e un importante anello della catena alimentare; sono quindi importanti anche per gli esseri umani. Ma le api sono in pericolo! Uno studio realizzato su un campione di mille alveari ha mostrato che nel nostro Paese, durante l'inverno 2011/12, la metà delle api non è sopravvissuta. La moria colpisce anche le regioni di montagna. Nei Grigioni, in quell'anno è stata rilevata la morte del 32 per cento dei popoli di api. Durante lo scorso inverno in Svizzera è perito circa il 28 per cento dei popoli.
La moria delle api è legata a cause multiple, dalla varroa ai pesticidi alla generale perdita di biodiversità. La CAPTE-CN unanime chiede per questo che si elabori entro la fine del 2015 un piano d'azione nazionale per stabilire con maggiore precisione e su base scientifica le cause della moria delle api in Svizzera per poi proporre strategie appropriate e le misure necessarie, compreso il monitoraggio.
Das Bienensterben ist ein Problem für Imker und Imkerinnen, das haben wir von Herrn Guhl vorhin gehört, und das Parlament ist sich der Bedeutung der Bienen bewusst. Die Bienen und ihre Bestäubungsfunktion sind wichtig für das Ökosystem, für die Landwirtschaft, für die Nahrungskette und auch für die Wildpflanzen und für die Erhaltung der Lebensgrundlagen der Tierwelt. Das Bienensterben kann darum nicht einfach hingenommen werden. Darum behandeln wir heute Kommissionsmotionen der WBK und der UREK, und dies, nachdem das Bundesamt für Landwirtschaft, der EU-Kommission folgend, eine zweijährige Suspendierung von drei Pflanzenschutzmitteln - drei Neonicotinoiden - beschlossen hat. Diese Pestizide sind für die Bienen toxisch, insbesondere dann, wenn die in der Bewilligung festgelegten strengen Massnahmen zur Reduktion des Risikos nicht strikt eingehalten werden. Während der zweijährigen Suspendierung will das Bundesamt für Landwirtschaft weiter gehende Massnahmen zum Schutz der Bienen vor Pestiziden entwickeln und überprüfen.
Es ist also nicht so, dass in der Schweiz für die Bienengesundheit nichts geschieht. In der Forschungsanstalt Agroscope in Liebefeld wird professionell und engagiert das Zentrum für Bienenforschung betrieben. Krankheiten und Parasiten, insbesondere die Varroamilbe, werden bekämpft. Für die Bienen toxische Chemikalien zur Schädlings- oder Unkrautbekämpfung werden nicht einfach zugelassen. Doch die Ursachen des Bienensterbens sind noch nicht richtig erkannt, wissenschaftlich noch nicht genügend erforscht, und in der Schweiz ist die Bienenforschung zurzeit unterdotiert. Die UREK ist darum einstimmig der Meinung, dass die Forschung für eine nachhaltige Bienengesundheit in der Schweiz intensiviert werden muss; dies unter Berücksichtigung der bereits bestehenden Anstrengungen und Massnahmen. Die UREK fordert konkret, dass der Bundesrat bis Ende 2013 die Vorgehensweise für einen nationalen Bienen-Massnahmenplan definiert, damit bis Ende 2015 die Ursachen des Bienensterbens wissenschaftlich genauer eruiert werden. Dabei sind alle Aspekte zu berücksichtigen, welche die Bienengesundheit beeinträchtigen. Die Effekte von Pestiziden sollen mit wissenschaftlichen Feldversuchen und unter Anwendung von Schweizer Anbaumethoden weiter erforscht werden. Breitgefächerte wissenschaftliche Erkenntnisse sollen das gezieltere Angehen der Frage des Bienensterbens ermöglichen.
Die einstimmige UREK beantragt Ihnen, die Kommissionsmotion anzunehmen. Ich bitte Sie im Namen der UREK, diesem Antrag zuzustimmen.