Bortoluzzi Toni · Nationalrat · 2008-03-05
Bortoluzzi Toni · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2008-03-05
Wortprotokoll
Diese Motion des Ständerates trägt der gesellschaftlichen Entwicklung Rechnung. Wir haben in unserem Rat ja eine gleichlautende Motion hängig, und der Bundesrat ist bereit, das Anliegen entgegenzunehmen.
Es geht vor allem darum, bei den bestehenden Vorsorgeeinrichtungen allenfalls auch im Steuerrecht Anreize zu schaffen, damit der Verbleib im Erwerbsleben für ältere Personen attraktiv bleibt oder attraktiv ist. Einerseits haben wir eine nach wie vor steigende Lebenserwartung in unserem Land. Das heisst, die Zeit des Rentenbezugs ist nach wie vor in Ausdehnung begriffen. Massnahmen, welche die damit verbundenen Herausforderungen etwas mässigen, einschränken oder reduzieren, sind zu begrüssen. Andererseits verändert der Wandel unserer Produktion hin zu mehr Arbeitsplätzen im Dienstleistungssektor auch diese Anforderungen. Es ist eindeutig ein Rückgang der körperlich belastenden Arbeiten festzustellen, und die Chance, "unverbrauchter" - so sage ich einmal - das Rentenalter zu erreichen, steigt damit zweifellos an; es ist vermehrt möglich, in bester gesundheitlicher Verfassung über das Regelrentenalter hinaus eine Erwerbstätigkeit auszuüben. Der Staat kann im Interesse der Volkswirtschaft Massnahmen treffen, welche zur Verbesserung der Arbeitsmarktfähigkeit dieser Personen beitragen: Flexible Arbeitszeiten, Teilrentenbezüge, Anpassungen der Sozialversicherungen usw. sind entsprechende Massnahmen. In einem Bericht von November 2005 sind entsprechende Vorschläge aufgelistet. Umgesetzt hat der Bundesrat bereits im Rahmen der Säule 3a die Verlängerung des Vorsorgeprozesses bis zum Alter von 70 Jahren. Erste Schritte sind damit getan, und es sind weitere, die folgen müssen.
Wir bitten Sie im Namen der Kommission, diese Motion anzunehmen.