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Gilli Yvonne · Nationalrat · 2012-03-08

Gilli Yvonne · Nationalrat · St. Gallen · Grüne Fraktion · 2012-03-08

Wortprotokoll

Die grüne Fraktion empfiehlt einstimmig, auf diese Vorlage einzutreten, und zwar ganz einfach aus dem Grund, den meine Vorredner schon genannt haben, dass vorbeugen besser ist als heilen. Zudem wurde im Verlauf der Beratungen allseits anerkannt, dass es nicht darum geht, einen neuen Moloch mit grossem administrativem Overhead in Form einer Stiftung zu schaffen, sondern dass es darum geht, die erfolgreichen Präventionsstrategien, die föderalistisch in den einzelnen Kantonen umgesetzt werden, zugunsten der Gesundheit in der Schweiz zu koordinieren und auch gesamtschweizerisch umzusetzen.

Wir haben in der Schweiz regional grosse Disparitäten, die auf den Möglichkeiten und der Initiative einzelner Kantone fussen und dazu führen, dass beispielsweise unterschiedlich stark Suizidprävention betrieben wird oder dass das Mammografie-Screening praktisch in jedem Kanton anders umgesetzt wird. Sie führen aber auch dazu, dass wir heute immer noch kein nationales Krebsregister haben. Es wird in der Zukunft ohne nationale Strategie im Bereich der Prävention auch nicht möglich sein, ein sinnvolles Monitoring von chronischen und degenerativen Krankheiten, die enorme volkswirtschaftliche Kosten verursachen, zu etablieren und entsprechende Präventionsstrategien zu entwickeln. Es geht darum, die dezentral entwickelten Ressourcen zum Wohl der ganzen Schweiz zu nutzen - um nicht mehr und nicht weniger.

Die grüne Fraktion bittet Sie deshalb erneut, auf dieses Gesetz einzutreten.

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