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Jenny This · Ständerat · 2012-12-04

Jenny This · Ständerat · Glarus · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2012-12-04

Wortprotokoll

Ich verstehe die Aufregung nicht. Wir machen gar nichts falsch, wenn wir dieser Motion zustimmen. Immer dann, wenn von irgendeiner Seite ein Problem aufgegriffen wird, wird vom Bundesrat gesagt: "Ja, die Problematik haben wir erkannt, wir ergreifen Massnahmen." Aber erstaunlich ist ja, dass mit einer solchen Motion die Massnahmen, die der Bundesrat offensichtlich ergreift, nicht behindert werden; das Gegenteil ist der Fall.

Nun wird von Kollege Bieri zu Recht gesagt, man solle nicht diejenigen bestrafen, die ihre Tiere ordentlich und tiergerecht halten. Das stimmt. Aber es ist ein Trugschluss, denn in diesen Ländern scheren sich 90 Prozent einen Deut um eine tiergerechte Haltung. Die wollen Geld machen. Der Mensch tickt dort gleich wie bei uns: Der macht das, wofür die Nachfrage vorhanden ist. Wenn wir also die Nachfrage eliminieren, wird dieser Missstand weitgehend, wenn auch nicht ganz behoben. Nun sagen Sie, die Schweiz mache hier nur einen kleinen Promillesatz aus, bezogen auf die ganze Welt. Ja, da könnten wir die Diskussion über CO2-Abgaben, Klimaerwärmung usw. gleich vergessen, da machen wir auch nur einen kleinen Prozent- oder Promillesatz aus. Aber vielmehr sollten wir hier ein Zeichen setzen, wir sollten diese Motion annehmen, was immer daraus werden wird. Wir unterstützen damit den Bundesrat in seinen Bemühungen. Das ist der richtige Weg.

Ich möchte Sie bitten, solches Tun und Wirken, eine solche Geschäftemacherei nicht zu unterstützen. Man ist zwar immer für die artgerechte Tierhaltung, aber wenn es um die Wurst geht, wenn es um entscheidende Massnahmen geht, krebst man zurück.