Wasserfallen Christian · Nationalrat · 2011-06-16
Wasserfallen Christian · Nationalrat · Bern · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2011-06-16
Wortprotokoll
Ich mache hier die Begründungen zu Artikel 11: Bei Artikel 11 ist es wichtig, ja absolut zwingend, dass wir der Minderheit Malama folgen und die Organisationen der Arbeitswelt in diesen Hochschulraum integrieren. Sollten Sie sich entscheiden, dem Antrag der Minderheit Wasserfallen bei Artikel 7 nicht zuzustimmen, dann entscheiden Sie sich für grössere Gremien, und dann gehören die Organisationen der Arbeitswelt in diesen Hochschulraum hinein.
Wir haben einen dualen Bildungsraum, der nicht allein aus den Schulen besteht, sondern auch aus der Arbeitswelt. Beide Welten sind zu verschmelzen und zu integrieren. Die Unis, die ETH, die Fachhochschulen und die pädagogischen Hochschulen sind alles spezifische Typen, haben spezifische Merkmale, und daher ist eine Aussensicht der Arbeitswelt, wie diese Typen und diese Merkmale wahrgenommen werden, wichtig und auch zwingend. Lehre, Forschung, Industrie, Arbeitswelt, Absolvierende usw. bilden nämlich eine Symbiose, die ja eigentlich in ihrer Gesamtheit auch im Departement von Bundesrat Schneider-Ammann zusammengefasst wird, indem wirtschaftliche Betrachtungen, Forschungsbetrachtungen integriert werden - und dann eben auch die ganzen Hochschulen beim EDI. Das ist also eigentlich die Symbiose, die in den Departementen längst Praxis ist, längst da ist.
Aber beim Hochschulraum will man trotzdem die Hochschulen und die Arbeitswelt voneinander trennen. Ich bin erstaunt, dass der Bundesrat aus seiner departementalen Sicht nicht auch auf diese Idee gekommen ist, die Organisationen der Arbeitswelt zu integrieren. Die Organisationen der Arbeitswelt sind lange nicht nur solche, die weit abseits [PAGE 1188] stehen, sondern das sind Organisationen, die Lernzentren finanzieren, Forschungsinstitute finanzieren, zum Teil Studiengänge finanzieren; es sind schlussendlich auch die Abnehmerinnen und Abnehmer der Absolvierenden der Hochschulen. Also haben sie finanzielle Beteiligungen und übernehmen auch die Absolvierenden, die dann bei ihnen arbeiten.
Daher ist es so zentral und zwingend, dass man dem Antrag der Minderheit Malama zustimmt, wenn man in der Schweiz den dualen Bildungsraum felsenfest verankern will.