Quadranti Rosmarie · Nationalrat · 2014-03-18
Quadranti Rosmarie · Nationalrat · Zürich · Fraktion BD · 2014-03-18
Wortprotokoll
Es wurde schon viel gesagt. Wir haben schon länger darüber diskutiert, wir sind ja in der Differenzbereinigung. Die BDP-Fraktion wird bei Artikel 4 Buchstabe bbis aus naheliegenden Gründen die Mehrheit unterstützen. Es ist ja nicht gemeint, dass ein neues Netz aufgebaut werden muss, wie das der Minderheitssprecher meint. Es geht ja vor allem um die bereits bestehenden Berufsinformationszentren. Solche sind schweizweit vorhanden, es gibt dort einfach eine unterschiedliche Praxis. Einige der Berufsinformationszentren haben nämlich begonnen, die Berufs- und Laufbahnberatung für Erwachsene nicht mehr kostenlos zu machen. Das bedeutet, dass vor allem Geringqualifizierte diese Angebote noch schlechter nutzen als vorher. Darum geht es, um nicht mehr und nicht weniger. Deshalb sind auch die Kosten in diesen Zentren, wo ja die Berufs- und Laufbahnberatung für Jugendliche bereits gratis angeboten wird, wirklich nicht mehr hoch. Wir stehen also hinter diesem Buchstaben, weil die Laufbahnberatung auch für Geringqualifizierte und für das Sich-Zurechtfinden im Weiterbildungsdschungel doch einigermassen zentral ist. Es geht hier nicht um MBA, wo man wirklich selber hingeht, sondern es geht um Leute, die die richtige Weiterbildung machen sollen. Sie sollen das Geld richtig investieren und sich nicht durch einen Dschungel hindurcharbeiten müssen.
Bei Artikel 5 Absatz 2 teilt die BDP-Fraktion grundsätzlich die Haltung, dass Arbeitgeber die Weiterbildung begünstigen sollen. Das ist ja heute in der Realität eigentlich schon so. Arbeitgeber behindern ja in der Regel nicht die Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden. Es ist wahrscheinlich nicht so zentral, was man in dieses Gesetz schreibt, aber es bildet die Realität ab. Wir haben hier eine geteilte Meinung, aber ich gehe davon aus, dass wir Artikel 5 Absatz 2 mehrheitlich so unterstützen werden.
Bei Artikel 9 bitten auch wir als BDP-Fraktion Sie, der Kommissionsmehrheit zu folgen. Die Gründe wurden schon des Öfteren aufgeführt. Wir möchten einfach, dass Unis, Hochschulen und private Anbieter gleich lange Spiesse haben.