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Böhni Thomas · Nationalrat · 2013-03-12

Böhni Thomas · Nationalrat · Thurgau · Grünliberale Fraktion · 2013-03-12

Wortprotokoll

Die Cleantech-Initiative will die Energieversorgung auf erneuerbare Energien umstellen und dementsprechend zukunftsgerichtete Arbeitsplätze schaffen. Die Initiative kommt aus unserer Sicht, aus grünliberaler Sicht, genau zum richtigen Zeitpunkt und unterstützt die Energiestrategie 2050 des Bundes auf ideale Art und Weise, zumal das Zwischenziel des Bundes mit dem Ziel der Initiative fast deckungsgleich ist. Die Endlichkeit der nichterneuerbaren Energiequellen sowie die klimaschädliche Wirkung des heutigen Energiekonsums sind Grund genug, dies zu ändern, die erneuerbaren Energien und das Energiesparen stark voranzutreiben.

Die schrittweise Reduktion von Energieimporten und der gleichzeitige Ausbau lokaler Produktion führen dazu, dass zahlreiche interessante, wertvolle Arbeitsplätze geschaffen werden. Es ist heute schon bekannt, dass die volkswirtschaftlichen Mehrkosten einer verzögerten Energiewende um einiges höher liegen werden, als uns der eigentliche Umbau hin zu erneuerbaren Energien und zu Energieeffizienz kosten wird.

Die Grünliberalen Thurgau haben Anfang 2011 bereits aufgezeigt, wie die Energiewende im Kanton im Sinn dieser Initiative ganz praktisch aussehen kann. Dabei hat die GLP Thurgau zusammen mit Experten einen detaillierten, realistischen Umsetzungsplan erstellt. Es hat sich gezeigt, dass der Thurgau pro Kopf und Jahr 100 Franken in die erneuerbare Stromproduktion und 300 Franken in die erneuerbare Wärmeproduktion und in Energiesparmassnahmen investieren muss, um die Ziele der Energiewende zu erreichen. Dabei entstehen, allein für den Thurgau gerechnet, im Gewerbe 1000 neue, dauerhafte Arbeitsplätze. Auf die Schweiz hochgerechnet entstehen im Gewerbe dadurch 30 000 Arbeitsplätze, welche direkt dem Gewerbe zugutekommen. Da kann ich die Gewerbevertreter nicht verstehen, dass sie diese Chance nicht packen. Als Unternehmer, der seit zwanzig Jahren in diesem Bereich tätig ist, kann ich überhaupt nicht verstehen, dass der Schweizerische Gewerbeverband dieses Thema nicht aufgreift und zur Chefsache macht. 30 000 neue Arbeitsplätze zusätzlich im Gewerbe, das würde jeden Gewerbevertreter doch freuen. Die anfänglichen Mehrinvestitionen dieser Energiewende lohnen sich längerfristig nicht nur aus volkswirtschaftlicher Sicht, sondern auch aus rein wirtschaftlichen Überlegungen.

Aus diesen Gründen begrüssen die Grünliberalen die Cleantech-Initiative.