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Berset Alain · Bundesrat · 2014-03-17

Berset Alain · Bundesrat · Freiburg · 2014-03-17

Wortprotokoll

Es bestehen jedes Jahr Unterschiede zwischen den Auswertungen der Pharmaindustrie und der Krankenversicherer. Diese entstehen vor allem aufgrund der unterschiedlichen Erfassung der zugrundeliegenden Daten. Die von der Pharmaindustrie berücksichtigten Umsätze betreffen die von ihnen ausgelieferten Arzneimittel. Die Daten der Krankenversicherer beziehen sich auf die ihnen in Rechnung gestellten Arzneimittel. Die Verbände der Pharmaindustrie haben die Umsatzzahlen aus dem Jahr 2013 vorgestellt. Das Unternehmen IMS Health GmbH, welches die Zahlen erfasst, erhält von den meisten Zulassungsinhaberinnen und den Grossisten der Schweiz die Meldung über die an den ambulanten und stationären Bereich ausgelieferten Arzneimittel und dadurch erzielten Umsätze. Allenfalls von den Zulassungsinhaberinnen gewährte Vergünstigungen werden der IMS nicht gemeldet. Somit kann eine allfällige tiefere Kostenentwicklung bei den von der Pharmaindustrie präsentierten Umsätzen nicht aus gewährten und nicht weitergegebenen Vergünstigungen resultieren. Die Statistik des Bundesamtes für Gesundheit, welche sich auf die Daten der Grundversicherer stützt, basiert hingegen auf den über die obligatorische Krankenpflegeversicherung abgerechneten Arzneimitteln im ambulanten Bereich. Die definitiven Zahlen stehen indes erst für das Jahr 2012 zur Verfügung. Laut der Statistik des Bundesamtes für Gesundheit erfuhren die Medikamentenkosten im ambulanten Bereich zwischen 2010 und 2011 eine Steigerung um 1,2 Prozent und nahmen im Jahr 2012 gegenüber dem Vorjahr um 3,5 Prozent zu.

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