Lohr Christian · Nationalrat · 2012-06-07
Lohr Christian · Nationalrat · Thurgau · Fraktion CVP-EVP · 2012-06-07
Wortprotokoll
Mit Genugtuung stelle ich fest, dass die gleichwertige Förderung der paralympischen Sportarten im nationalen Sportanlagenkonzept festgeschrieben ist. Der Behinderten- und Rollstuhlsport hat sich in unserem Land in den vergangenen fünfzig Jahren nicht nur etabliert, sondern erfreulicherweise auch sehr positiv entwickelt. Die Schweiz zählt in verschiedenen paralympischen Sportarten weltweit zur internationalen Spitze. Dies ist vor allem dank den herausragenden Sportpersönlichkeiten auf der einen Seite, aber sicher auch dank der seriösen und gezielten Verbandsarbeit der Fall. Das hohe Niveau, welches die Schweiz erreicht hat und das in den bedeutenden Titelkämpfen immer wieder mit vielen Medaillen zum Ausdruck kommt, die unsere Paralympics-Athleten gewinnen, wird in den kommenden Jahren nicht einfach zu halten sein, weil die internationale Konkurrenz stetig wächst und andere Länder sehr viele Investitionen tätigen. Voraussetzung, um dort wirklich mithalten zu können, wird sein, dass wir in der Schweiz in Zukunft noch vermehrt Sportanlagen haben werden, die von Anfang an durchdacht und in jeder Beziehung behindertengerecht gebaut sind.
Die Durchführung von Wettkämpfen einerseits, aber auch von Trainingseinheiten auf einem hohen Niveau andererseits wird ein Ziel sein. Ein anderes ist die Talentförderung im Behindertensport, wobei man hier auf das Problem aufmerksam machen muss, dass man natürlich nicht eine Leistungsdichte anstreben kann, denn es wäre ja ein Widerspruch, wenn es das Ziel wäre, möglichst viele Behinderte in einem Land zu haben.
Für uns vom Behindertensport ist es deshalb, auch zusammen mit der CVP/EVP-Fraktion, ein wichtiges Anliegen, zu erreichen, dass diese Nasak-Gelder gut eingesetzt werden und dass die Anlagen, die mit Nasak-Geldern gefördert werden, von Anfang an in der Planung behindertengerecht vorbereitet werden.