Cassis Ignazio · Nationalrat · 2014-09-09
Cassis Ignazio · Nationalrat · Tessin · FDP-Liberale Fraktion · 2014-09-09
Wortprotokoll
La logique de la minorité Rossini est tout à fait compréhensible. Elle serait même correcte dans un système de santé nationale à l'anglaise de style "Beveridge", elle y aurait toute sa place. Mais nous sommes dans un système d'assurance, un système de type "Bismarck". Nous sommes d'avis que ce système a fait ses preuves: il n'y a pas de listes d'attente; la population est bien soignée. On a un problème de coûts et de primes, mais tous les pays ont un problème de coûts et de primes, indépendamment du système d'organisation des soins.
Dès lors, Monsieur Rossini, pourquoi tout à coup parler d'un écart dans le montant des primes de 20 pour cent entre les caisses-maladie? Et pourquoi pas d'un écart 25 pour cent? Ou de 15 pour cent? C'est un chiffre totalement arbitraire; c'est un chiffre politique.
Das ist eine politisch definierte Zahl, wie das auch gesagt worden ist. Warum brauchen wir überhaupt eine politische Zahl? Kollege Steiert hat gesagt, dass es für die genau gleiche Leistung nicht grosse Preisunterschiede geben dürfe. Aber, Herr Kollege Steiert, auch Sie wissen doch, dass es eben nicht die genau gleichen Leistungen sind - das sind die Töne, die wir jetzt im Rahmen der Debatte über die Einheitskasse immer wieder hören -, es sind eben nicht die gleichen Leistungen. Die Versicherer unterscheiden sich, indem sie eben andere Leistungen anbieten. Schauen Sie einmal, welche Versicherungsprodukte es gibt. Sie gehören ja zu denen, die sagen, dass diese Produkte beibehalten werden sollen, wenn es zu einer Einheitskasse kommt; Sie sagen aber auch, dass 300 000 zu viel seien. Wenn wir aber verschiedene Produkte haben - verschiedene Leistungen, unterschiedliche Franchisen, telemedizinische Modelle, integrierte Versorgung -, dann sind natürlich auch die Preise für solche Leistungen unterschiedlich; dann soll es auch nicht erstaunen, dass es Preisunterschiede gibt.
Ich bin der Meinung, dass unsere Bevölkerung doch erwachsen genug ist, um selber wählen zu können, zu welchem Preis sie welche Leistung erhält. Unser Volk macht das täglich, bei allem. Ältere Menschen haben hierbei natürlich ein wenig Mühe, doch das ist nicht nur bei den Krankenkassen so, sondern bei allen Leistungen. Ich helfe meiner Mutter in verschiedenster Hinsicht, nicht nur bei Krankenkassenfragen; das ist doch normal, das ist die familiäre Solidarität, das ist die notwendige Unterstützung von alten Menschen.
Langer Rede kurzer Sinn: Diese politisch definierte Zahl von 20 Prozent ist eine willkürliche Grösse. Sie hat in unserem Versicherungssystem nichts zu suchen. Lassen Sie bitte die Versicherer das Risiko einschätzen und diesem Risiko einen Preis geben. Die Versicherten werden dann schon richtig entscheiden, wie sie das bis heute auch schon getan haben.
Ich bitte Sie also, den Antrag der Minderheit Rossini nicht zu unterstützen.