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Steiert Jean-François · Nationalrat · 2014-03-19

Steiert Jean-François · Nationalrat · Freiburg · Sozialdemokratische Fraktion · 2014-03-19

Wortprotokoll

Die Minderheit aus Vertreterinnen und Vertretern der CVP/EVP-, der BDP-, der grünen und der SP-Fraktion hat hier einen Vorschlag des Schweizerischen Gewerbeverbandes übernommen. Der Vorschlag ergänzt die laufenden Bestrebungen von Bund und Kantonen zur Finanzierung der höheren Berufsprüfungen. Es soll nahezu ohne zusätzlichen Verwaltungsaufwand über allfällige branchenspezifische Pauschalen und damit ohne aufwendige Überprüfung einzelner familiärer Situationen möglich werden, in dringenden Fällen für die Absolventinnen und Absolventen der höheren Berufsbildung in bestimmten Branchen oder bestimmten Gruppen direkt Bundesbeiträge auszubezahlen. Dies soll insbesondere geschehen, um zu vermeiden, dass in einzelnen Branchen nicht mehr ausreichend Fachkräfte zur Verfügung stehen, um Lehrlinge auszubilden und um zu vermeiden, dass die Branche als solche gefährdet wird.

Erwähnt wurden in den Diskussionen seitens des Gewerbeverbandes zum Beispiel der Beruf des Coiffeurs oder der Coiffeuse und die Situation, wenn nach der Lehre und einigen Jahren Berufspraxis ein kleiner Betrieb gegründet oder ein vorhandener übernommen wird. Für die bescheidenen Einkommen, die in solchen Gewerben oft erzielt werden, ist eine Ausbildungsgebühr von mehreren zehntausend Franken zur Erlangung der Fähigkeit, selber Lehrlinge auszubilden, oft eine unüberwindbare Hürde, die in einen Verzicht münden kann; die Folge wäre fehlender Nachwuchs. Wo solche Entwicklungen eine ganze Branche betreffen, soll der Bundesrat eingreifen können, in der Praxis wohl auf Antrag der Branche und wenn, wie ausgeführt, ein überwiegendes öffentliches Interesse besteht. Der Bund würde mit dieser Kann-Bestimmung nicht verpflichtet zu handeln. Er hätte aber wenn nötig eine gesetzliche Grundlage, im Interesse der Wirtschaft und der Betroffenen zu handeln, wie dies die Begründung des Gewerbeverbandes zu seinem Vorschlag klar zeigt.

Il ne s'agit pas de révolutionner la loi, mais de permettre des formations, conformément aux souhaits de l'Union suisse des arts et métiers - je salue son président -, pour les branches en difficulté, comme la coiffure notamment ou d'autres. Ce sont des branches dans lesquelles des personnes fondent, après leur apprentissage ou quelques années de pratique, une petite entreprise qui réalise de modestes revenus, et elles n'ont pas les moyens de payer 20 000, 30 000 ou 40 000 francs pour une formation professionnelle supérieure qui les autorise à engager des apprentis.

Il y a un certain nombre de branches, c'est ce que nous dit aujourd'hui l'Union suisse des arts et métiers, pour lesquelles la relève peut être mise en danger. Lorsque la relève est menacée de manière indirecte par le manque d'apprentis et par le manque de personnes en formation, il doit y avoir une possibilité, si la branche le demande et si le Conseil fédéral estime qu'il y a un intérêt public supérieur, d'intervenir directement selon la proposition faite par l'Union suisse des arts et métiers qui a été reprise par une forte minorité de la commission.

Je vous recommande donc de suivre la proposition de la minorité Steiert; elle est tant dans l'intérêt des jeunes qui créent des entreprises dans des domaines où les moyens financiers sont faibles que dans l'intérêt de l'économie suisse.