Randegger Johannes · Nationalrat · 2001-11-28
Randegger Johannes · Nationalrat · Basel-Stadt · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2001-11-28
Wortprotokoll
Ich glaube, wir haben hier ein paar Definitionen nochmals sauber zu regeln, und ich glaube, es liegen hier auch grosse Missverständnisse vor. Wenn wir von schulischer Bildung in den Ergänzungskursen sprechen, dann reden wir nicht von der Allgemeinbildung, die nach früherer Terminologie in der Berufsschule vermittelt wurde, sondern wir reden von fachtheoretischem Unterricht, also von berufskundlichem Unterricht in Ergänzungskursen. Das scheint mir ganz wichtig zu sein.
Es ist heute mehrfach angeklungen worden: Mit diesem Rahmengesetz müssen wir zwei Berufsbildungsmärkte umklammern. Der eine Markt, das ist der traditionelle Markt der gewerblichen Berufe. Der neue Markt, der immer mehr um [PAGE 1586] sich greift, ist der Markt der Informatik, der Telekommunikationsberufe, der Berufe im Dienstleistungssektor, Mediamatiker usw., die mehr und mehr wissensbasiert sind - oder mit anderen Worten: die kopflastiger sind. Für diese neuen, modernen Berufe braucht es auch die Ergänzungskurse. Also können wir doch jetzt nicht hingehen und den theoretischen Fachunterricht in diesen Ergänzungskursen streichen.
Ich hoffe, dass ich zur Klärung beitragen konnte, und ich bin natürlich auch der Meinung, dass es für die Materialien wichtig ist, dass der Gewerbeverband hier noch einmal seine Position darlegen konnte. Aber bitte behalten Sie im Kopf, dass wir über zwei verschiedene Märkte im Berufsbildungsbereich reden.