Keller Peter · Nationalrat · 2014-09-26
Keller Peter · Nationalrat · Nidwalden · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2014-09-26
Wortprotokoll
Ich darf die Minderheit vertreten. Es geht um die versteckte Förderung von sogenannten Spitzenathleten. Es stellt sich die Frage bzw. das Problem: Was ist ein Spitzenathlet? Ist jemand, der im Tennis die Nummer 400 auf der ATP-Rangliste ist, ein Spitzenathlet? Gibt es Spitzenathleten beim Minigolf? Soll der Staat einspringen, wenn sich jemand für eine Art Hobby entscheidet und dieses zum Beruf machen will? Ist es dann Aufgabe des Staates, eine Art Grundeinkommen zu sichern? Ist es überhaupt eine staatliche Aufgabe, den Sport zu fördern? Das erinnert sehr an autoritäre Staaten wie China und Russland, die sich weltweit Prestige sichern, indem sie an sportlichen Grossanlässen reüssieren. Aber ich glaube, das ist nicht die Schweiz. Wir brauchen keinen staatlich subventionierten Sport als Visitenkarte, und es ist nicht unsere Meinung, hier die Türe zu öffnen, um künftig Sportlern eine Art Mindestlohn zu sichern. Insofern unterstützen wir, dass die Verbände sich bemühen, eine Vereinbarkeit von Ausbildung und Sport zu ermöglichen. Aber es ist immer noch die freie Entscheidung jedes Menschen, wenn er sich für eine Profikarriere als Sportler entscheidet. Es ist nicht Aufgabe des Staates, mit Geldern einzuspringen, wenn diese Karriere scheitert. Insofern lehnen wir den Vorstoss ab.