Graf Maya · Nationalrat · 2013-09-25
Graf Maya · Nationalrat · Basel-Landschaft · Grüne Fraktion · 2013-09-25
Wortprotokoll
Ziff. 6
Antrag Stamm
Titel
6. Strassenverkehrsgesetz vom 19. Dezember 1958
Art. 102 Abs. 1bis
Die Bestimmungen betreffend Geldstrafen sind im Strassenverkehr nicht anwendbar. Für Verkehrsdelikte können Freiheitsstrafen und Bussen ausgesprochen werden.
Art. 102 Abs. 1ter
Für Übertretungen gilt Artikel 106 StGB. Bei Vergehen beträgt der Höchstbetrag der Busse 80 000 Franken. Das Gericht bestimmt den Betrag der Busse je nach den Verhältnissen des Täters so, dass dieser durch die Einbusse die Strafe erleidet, die seinem Verschulden angemessen ist. Für die Verhältnisse des Täters sind namentlich von Bedeutung sein Einkommen und sein Vermögen, sein Lebensaufwand, allfällige Familien- und Unterstützungspflichten, sein Alter und seine Gesundheit sowie sein Existenzminimum.
Art. 102 Abs. 1quater
Soweit der Verurteilte die Busse nicht bezahlt und sie auf dem Betreibungsweg uneinbringlich ist, tritt an die Stelle der Busse eine Freiheitsstrafe. Dabei werden 100 Franken Busse einem Tag Freiheitsstrafe gleichgesetzt, doch darf die Ersatzfreiheitsstrafe die Dauer von drei Monaten nicht übersteigen. Die Ersatzfreiheitsstrafe entfällt, soweit die Busse nachträglich bezahlt wird.
Art. 90 Abs. 2
Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Busse wird bestraft, wer durch grobe Verletzung der Verkehrsregeln ...
Art. 91 Abs. 1
... bestraft. Die Strafe ist Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Busse, wenn eine qualifizierte Blutalkoholkonzentration (Art. 55 Abs. 6) vorliegt.
Art. 91 Abs. 2
... Gründen fahrunfähig ist und ein Motorfahrzeug führt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Busse bestraft.
Art. 91a Abs. 1
Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Busse wird bestraft, wer sich als Motorfahrzeugführer vorsätzlich einer Blutprobe ...
Art. 92 Abs. 2
Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Busse wird bestraft, wer als Fahrzeugführer bei einem Verkehrsunfall einen Menschen getötet oder verletzt ... [PAGE 1667]
Art. 93 Abs. 1
Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Busse wird bestraft, wer vorsätzlich die Betriebssicherheit eines Fahrzeugs beeinträchtigt ...
Art. 94 Abs. 1
Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Busse wird bestraft, wer ein Motorfahrzeug zum Gebrauch entwendet ...
Art. 95 Abs. 1
Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Busse wird bestraft, wer: a. ohne den erforderlichen Führerausweis ...
Art. 95 Abs. 2
Mit Busse wird bestraft, wer ein Motorfahrzeug führt, obwohl die Gültigkeitsdauer des Führerausweises ...
Art. 96 Abs. 2
Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren und Busse wird bestraft, wer ein Motorfahrzeug führt, obwohl er weiss oder bei pflichtgemässer Aufmerksamkeit wissen kann, dass die vorgeschriebene Haftpflichtversicherung nicht besteht. In leichten Fällen ist die Strafe Busse.
Art. 97 Abs. 1
Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Busse wird bestraft, wer: a. Ausweise und Kontrollschilder verwendet, die nicht für ihn ...
Art. 98a Abs. 4
Streichen
Art. 106a Abs. 3
Der Bundesrat kann mit ausländischen Staaten Verträge über den gegenseitigen Austausch von Fahrzeughalter-, Fahrberechtigungs- und Motorfahrzeugdaten sowie die Vollstreckung von Bussen bei Widerhandlungen gegen Strassenverkehrsvorschriften abschliessen. Die Verträge können vorsehen, dass nichtvollstreckbare Bussen in Freiheitsstrafen umgewandelt werden.
Schriftliche Begründung
Wir haben mit unseren Abstimmungen heute Morgen entschieden, dass die bedingten Geldstrafen abgeschafft respektive nur noch in eingeschränkten Fällen ausgesprochen werden können. Das bedeutet, dass ein Straftäter in der Regel schon bei seinem erstmaligen Delinquieren eine unbedingte Geldstrafe erhält, die er auch wirklich zu bezahlen hat. Das ist bei sehr vielen Straftaten sinnvoll. Denn kaum jemand versteht, wenn ein "Kleinkrimineller" - zum Beispiel ein Täter, der auf der Strasse Drogen verkauft, der einen Entreissdiebstahl begeht oder der eine Person zusammenschlägt - nur eine bedingte Geldstrafe erhält, die er nicht bezahlen muss und die kaum als Strafe empfunden wird. Ganz anders ist die Situation im Strassenverkehr, auf den ein Grossteil der Geldstrafen fällt: Das sofortige Verhängen einer unbedingten Geldstrafe schon bei der ersten Verfehlung wird dazu führen, dass eine riesige Zahl der Verkehrsteilnehmer massiv zur Kasse gebeten wird. Die Gutheissung dieses Einzelantrages würde bedeuten, dass dieselbe Regelung wie in der Zeit vor dem 1. Januar 2007 gilt, einfach der Teuerung angepasst. Maximale Bussenhöhe und Umwandlungssatz - wenn die Busse nicht bezahlt wird - sind entsprechend der Teuerung erhöht.
[VS]
Ch. 6
Proposition Stamm
Titre
6. Loi fédérale du 19 décembre 1958 sur la circulation routière
Art. 102 al. 1bis
Les dispositions relatives aux peines pécuniaires ne sont pas applicables au domaine de la circulation routière. Les infractions routières peuvent être sanctionnées par des peines privatives de liberté et des amendes.
Art. 102 al. 1ter
L'article 106 CP s'applique aux contraventions. L'amende infligée en cas de délit ne peut excéder 80 000 francs. Le juge fixe le montant de l'amende d'après la situation personnelle du condamné, de façon que la perte à subir par ce dernier constitue une peine correspondant à sa culpabilité. Pour apprécier la situation du condamné, il tient compte notamment de son revenu et de sa fortune, de son mode de vie, de ses obligations d'assistance, en particulier familiales, de son âge, de son état de santé et du minimum vital.
Art. 102 al. 1quater
Dans la mesure où le condamné ne paie pas l'amende et que celle-ci est inexécutable par la voie de la poursuite pour dettes, l'amende fait place à une peine privative de liberté. Cent francs d'amende correspondent à un jour de peine privative de liberté, mais la peine privative de liberté de substitution ne peut excéder trois mois. Le paiement ultérieur de l'amende entraîne une réduction proportionnelle de la peine privative de liberté de substitution.
Art. 90 al. 2
... est puni d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une amende.
Art. 91 al. 1
... de l'amende. La peine sera une peine privative de liberté de trois ans au plus ou une amende lorsque le taux d'alcool est qualifié (art. 55 al. 6).
Art. 91 al. 2
... dans l'incapacité de conduire pour d'autres raisons est puni d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une amende.
Art. 91a al. 1
Est puni d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une amende quiconque, en qualité de conducteur d'un véhicule automobile, s'oppose ...
Art. 92 al. 2
Est puni d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une amende le conducteur qui prend la fuite après avoir tué ou blessé une personne ...
Art. 93 al. 1
... de sorte qu'il en résulte un danger d'accident, est puni d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une amende. La peine ...
Art. 94 al. 1
Est puni d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une amende celui ...
Art. 95 al. 1
Est puni d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une amende quiconque ...
Art. 95 al. 2
Est puni d'une amende quiconque conduit un véhicule automobile alors que le permis de conduire à l'essai est échu.
Art. 96 al. 2
Est puni d'une peine privative de liberté de trois ans au plus et d'une amende quiconque conduit un véhicule automobile en sachant qu'il n'est pas couvert par l'assurance responsabilité civile prescrite ou qui devrait le savoir s'il avait prêté toute l'attention commandée par les circonstances. Dans les cas de peu de gravité, la sanction est l'amende.
Art. 97 al. 1
Est puni d'une peine privative de liberté de trois ans au plus ou d'une amende quiconque ...
Art. 98a al. 4
Biffer
Art. 106a al. 3
Le Conseil fédéral peut conclure avec d'autres Etats des traités sur l'échange de données relatives aux détenteurs de véhicules, aux véhicules à moteur et aux autorisations de conduire ainsi que sur l'exécution d'amendes en cas d'infractions aux règles de la circulation routière. Les traités peuvent prévoir que les amendes non recouvrables soient converties en peines privatives de liberté.