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Fetz Anita · Ständerat · 2015-06-08

Fetz Anita · Ständerat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion · 2015-06-08

Wortprotokoll

Die ETH konnten 2014 Einnahmen von 3,3 Milliarden Franken verbuchen, die sich wie folgt zusammensetzen: 74 Prozent sind Erstmittel vom Bund; 15 Prozent sind Zweitmittel, das sind kompetitiv vergebene Forschungsgelder; 8 Prozent sind Drittmittel von Privaten. Die Ausgaben betrugen 3,27 Milliarden Franken. Daraus resultiert ein Gewinn von 73 Millionen Franken. Die Ausgabenbereiche setzen sich wie folgt zusammen: 63 Prozent betreffen das Personal, 9 Prozent die Mieten, 20 Prozent die Infrastruktur - das sind die Labore und Hightech-Instrumente - und der Rest das Diverse.

Die Anzahl der Studierenden ist erneut gestiegen. Erfreulich ist vor allem die Zunahme im Mint-Bereich und dort vor allem bei der Informations- und Kommunikationstechnologie. Offenbar haben sich dort jetzt auch mehr junge Frauen eingeschrieben. Die Absolventen der ETH sind auf dem Arbeitsmarkt sehr gesucht. Viele haben schon vor Abschluss eine Stelle. Das spricht auch für die Qualität der ETH. Mehr als die Hälfte der Mitarbeitenden sind Ausländer - für eine international kompetitive Universität wie die ETH ein ganz [PAGE 418] normaler Anteil. Eine gewisse Unruhe hat es wegen der Annahme der Masseneinwanderungs-Initiative gegeben. Abgänge wurden deswegen noch keine registriert, aber man ist doch einigermassen beunruhigt, wie sich das weiterentwickeln wird.

Die Steigerung des Frauenanteils ist ja Teil des Leistungsauftrages der ETH. Der Frauenanteil ist mit 33,5 Prozent zwar unverändert. Dennoch lässt sich bei den Professuren, insbesondere dank den Tenure-Tracks, eine jährliche Zunahme des Frauenanteils von etwa plus 1 Prozent beobachten. Wenn das so weitergeht, haben wir in zehn Jahren doch tatsächlich 40 Prozent Frauen im wissenschaftlichen Bereich. Mir scheint dies eine gute Perspektive zu sein. Der Leistungsauftrag der ETH wurde ausgewertet und erhielt sehr positive Resultate. Auch in den internationalen Rankings sind die ETH topgesetzt.

Besonders beeindruckend war auch eine externe Bewertung der Forschungswirkungen. Da ist nicht nur die Quantität der Forschung geprüft worden, sondern auch die Qualität, besser gesagt eben die Wirkungen der Forschung. Dieser Teil scheint mir wesentlicher zu sein als die Quantität, nämlich wie Forschung wirkt. Dort konnte bei allen sechs Institutionen eine erfreuliche Zunahme von 20 bis 70 Prozent festgestellt werden.

Wir beantragen Ihnen die Annahme der Rechnung.

[VS]