Randegger Johannes · Nationalrat · 2001-12-06
Randegger Johannes · Nationalrat · Basel-Stadt · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2001-12-06
Wortprotokoll
Ich habe es bereits in der Eintretensdebatte erwähnt, dass 1997, im Rahmen der NFA-Teilprojekte, sich zwei Projekte mit der Berufsbildung beschäftigt haben. Im einen Projekt ging es um die Kantonalisierung der Berufsbildung. Mit der Motion 97.3247 der WBK-NR, die in beiden Räten grosse Zustimmung fand, haben wir die Kantonalisierung der Berufsbildung gestoppt. Stellen Sie sich vor, was in Zukunft geschehen würde, wenn wir heute 26 verschiedene Berufsbildungssysteme einführen wollten. Damals haben wir allerdings das Projekt der Kantonalisierung der Berufsberatung übersehen. Die Berufsberatung ist nach geltendem Recht Bundesaufgabe, der Bund führt, und die Kantone führen aus. Das haben wir übersehen, und das hat die Kommission, entgegen dem Willen des Bundesrates, jetzt korrigiert.
Mit diesem Rahmengesetz umfassen wir den gesamten Prozess von der Berufsberatung über die Grundbildung und die höhere Fachbildung bis zur beruflichen Weiterbildung. Dieser gesamte Prozess soll in diesem Rahmengesetz einheitlich und zukunftsfähig, innovativ, geregelt werden. Wenn wir jetzt hingehen und dem Antrag Föhn folgen, dann schliessen wir die Berufsberatung - quasi die "Marketing-Abteilung" - für berufliche Grundbildung aus. Wir brechen diesen Prozess dann am Beginn auf. Das ist absolut nicht die Meinung der Kommission.
Ich bitte Sie, den Antrag Föhn abzulehnen.