Eberle Roland · Ständerat · 2014-12-03
Eberle Roland · Ständerat · Thurgau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2014-12-03
Wortprotokoll
Mit dem Risiko, dass wir die Kommissionsdebatte wiederholen: Die Argumente, die für die Mehrheit sprechen, sind mit dem elektronischen Patientendossier (EPD) auch gültig. Die Interaktion zwischen Arzt und Patient wird beim EPD noch intensiver. Diese Interaktion zwischen dem mündigen Patienten und dem Arzt muss stattfinden, damit überhaupt ein EPD möglich wird. Die Kritik betreffend EPD ist nach meinem Dafürhalten nicht tauglich, um hier der Minderheit zu folgen. Unterstellen wir doch nicht, dass alle Patienten unmündig sind. Wir müssen vom umgekehrten Ansatz ausgehen. Dort, wo Patienten unmündig sind, beispielsweise infolge Demenz, haben wir andere Mechanismen, die hier greifen; da gibt es Betreuungsformen.
Ich plädiere für den mündigen Patienten und bitte Sie, der Mehrheit zu folgen.