Bulliard-Marbach Christine · Nationalrat · 2013-09-12
Bulliard-Marbach Christine · Nationalrat · Freiburg · Fraktion CVP-EVP · 2013-09-12
Wortprotokoll
Der Mangel an Hausärzten beunruhigt die Schweizer Bevölkerung sehr. Zur Erinnerung: Gegenwärtig kommen in der Schweiz auf einen Hausarzt 2000 Einwohner. Das Verhältnis sollte aber bei einem Arzt pro 1000 Einwohner liegen. Die Situation, es ist uns allen bewusst, ist sehr ernst, aber der Bundesrat wiederholt immer wieder, am besten würden wir einfach warten - bis der verabschiedete Masterplan Früchte trägt, bis der Lohn der Hausärzte besser ist, bis das Bildungssystem mehr Plätze für Hausärzte bereitstellt.
Die Motion, die ich vor mehr als einem Jahr eingereicht habe, schlägt ein schnelles Handeln vor. Sie verlangt finanzielle Anreize zur Schaffung von Praktikumsplätzen für Studentinnen und Studenten mit einem Beschäftigungsgrad von 50 bis 100 Prozent in Hausarztpraxen. Wir wissen, dass heute sieben von zehn Studierenden an den medizinischen Fakultäten Frauen sind und dass diese später gerne einmal Teilzeit arbeiten möchten. Oft machen sie heute kein Praktikum in der Hausarztmedizin, weil die verfügbaren Praktikumsplätze nicht passen - sei es wegen der Arbeitszeiten, sei es wegen des Arbeitsorts.
Die Kantone bemühen sich, Praktikumsplätze in den Hausarztpraxen zu finanzieren. Aber wir müssen noch weiter gehen und erreichen, dass Angebot und Nachfrage besser übereinstimmen. Über das dafür benötigte Gesamtbild verfügt nur der Bund. Er kann handeln und die Koordination zwischen den Kantonen verbessern.
Meine Motion verlangt vom Bund ausserdem, dass er die Schaffung von Gemeinschaftspraxen fördert, um die Attraktivität von Praktika in Praxen im Vergleich zu Praktika in Spitälern zu erhöhen. Doch davon möchte der Bundesrat nichts wissen. Er hat in seiner Stellungnahme in Erinnerung gerufen, dass das Volk das Projekt Managed Care in der Abstimmung, die einen Monat nach Einreichung meiner Motion stattfand, ablehnte.
Malgré les assurances du Conseil fédéral, la question de l'attractivité des places de stage dans les cabinets médicaux n'est pas réglée du tout. Le fameux Masterplan du Conseil fédéral prévoit certes des actions dans ce domaine, mais sa contribution essentielle sera d'améliorer les perspectives salariales des futurs médecins de premier recours. Cela suffit-il? Je ne le crois pas tant il est vrai que le choix d'une spécialisation pour chaque étudiant en médecine est autant un choix de vie qu'un choix de niveau de vie.
De même, l'amélioration de la place de la médecine de famille dans la formation initiale et postgrade des médecins, un autre axe du Masterplan, est une bonne chose. Mais encore, faut-il aller jusqu'au bout et agir concrètement sur les places de stage?
Les futurs médecins de famille veulent pouvoir exercer leur métier à temps partiel et être bien rémunérés. Le seul fait d'améliorer la rémunération risque de laisser sur le bord du chemin des personnes volontaristes mais qui ne sont pas prêtes à se lancer dans le sacerdoce que représente encore trop souvent la médecine de famille et souhaitent exercer autrement que vingt-quatre heures sur vingt-quatre et sept jours sur sept. Notre rôle est d'agir aussi sur ce front.
Dans ce sens, je vous remercie de soutenir ma motion. Vous encouragerez le Conseil fédéral à agir encore plus résolument en faveur de l'attractivité des stages dans les cabinets médicaux de premier recours.