Brunner Toni · Nationalrat · 2013-03-22
Brunner Toni · Nationalrat · St. Gallen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2013-03-22
Wortprotokoll
Die SVP-Fraktion kann dieser Agrarpolitik 2014-2017 nicht zustimmen. Nach zwanzig Jahren der Ökologisierung der Schweizer Landwirtschaft werden im neuen Agrargesetz die ökologischen Aspekte gegenüber einer produzierenden Landwirtschaft noch einmal stärker gewichtet. Den ökonomischen, den wirtschaftlichen Anliegen wird immer weniger Rechnung getragen. Bauernfamilien, die sich diesen ökologischen Umerziehungsmassnahmen nicht unterwerfen, werden weitere Einkommenseinbussen hinnehmen müssen. Damit werden nicht nur IP- und Bio-Produkte ihren Reiz als Nischenprodukte verlieren, die neue Agrarpolitik wird mitverantwortlich sein, dass es zu einer weiteren Extensivierung kommt und damit die Nahrungsmittelproduktion tendenziell weiter ins Ausland verlagert wird. Vor dem Hintergrund der jüngsten internationalen Lebensmittelskandale möchte ich doch davon abraten, dass wir die einheimische Produktion vernachlässigen. Der Selbstversorgungsgrad wird weiter sinken. Da nützt es auch nichts, wenn man so schöne Begriffe wie "Ernährungssouveränität" in das neue Gesetz schreibt. Das bleibt nämlich unter dieser Prämisse ein Papiertiger.
Wir von der SVP stehen für eine bäuerliche, produzierende einheimische Landwirtschaft ein. Wir stehen für gesunde einheimische Nahrungsmittel ein, und wir haben noch einen Berufsstolz. Im Zentrum steht die Produktion von gesunden Nahrungsmitteln.