Fässler-Osterwalder Hildegard · Nationalrat · 2012-09-26
Fässler-Osterwalder Hildegard · Nationalrat · St. Gallen · Sozialdemokratische Fraktion · 2012-09-26
Wortprotokoll
Die Minderheit Schelbert bei Artikel 141 wird von unserer Fraktion unterstützt, denn da geht es in die genau gleiche Richtung wie bei meinem Minderheitsantrag zu Artikel 96. Es geht darum, dass wir dafür sorgen, dass Produktionsformen gefördert werden, die besonders naturnah, umwelt- und tierfreundlich sind. Hier geht es ja um die Förderung der Zucht. Die Zucht sollte auf jeden Fall in diese Richtung gehen, und es sollte nur unterstützt werden, was eben in diese Richtung geht. Wenn es andere Züchtungen gibt, dann sollten sie nicht staatlich unterstützt werden. Ich möchte nur daran erinnern, dass ich schon mehr als einmal hier drin gesagt habe, dass es zum Beispiel viel intelligenter wäre, kleinere Kühe im Stall zu haben, denen weniger Kraftfutter zugefüttert werden muss, die weniger Milch geben und deshalb auch weniger zum Milchsee oder Butterberg beitragen. Das ist eine Form der Zucht, die in die richtige Richtung geht.
Ich möchte Sie bitten, hier der Minderheit Schelbert zuzustimmen.
Dasselbe gilt ja dann auch bei der Pflanzenzüchtung. Wir unterstützen deshalb auch den Einzelantrag Graf Maya bei Artikel 140.
Zentral ist Artikel 187, der ja dann auch Auswirkungen auf das Gentechnikgesetz hat. Da werden wir auf jeden Fall die Mehrheit unterstützen. Ich habe Herrn Wasserfallen sehr gut zugehört, aber ich glaube, dass jene Kommission, die im Bereich der Landwirtschaft kompetent ist, auch etwas dazu sagen darf, wenn es um gentechnisch veränderte Organismen geht. Wir müssen das nicht einfach der WBK überlassen und wollen uns eigentlich auch kein Denkverbot und schon gar kein Antragsverbot auferlegen. Es ist nach wie vor so, dass ein grosser Teil der Bevölkerung es nicht für nötig erachtet, dass in unserer Landwirtschaft mit gentechnisch veränderten Organismen gearbeitet wird.
Wenn Sie den Antrag der Mehrheit anschauen, sehen Sie, dass es insbesondere nochmals darum geht, Bericht zu erstatten und im Anschluss an diesen Bericht zu entscheiden, wie es mit dem Gentech-Moratorium weitergehen soll. Hier bitte ich Sie ganz klar, dem Antrag der Mehrheit zuzustimmen. Es macht überhaupt nichts, wenn eine andere Kommission sich auch in diese Bereiche einmischt, wenn sie insbesondere mit den Auswirkungen einer solchen Forschung befasst ist.
Bei Artikel 145 werden wir die Minderheit Bertschy unterstützen. In der Diskussion in der Kommission ist mir nicht klargeworden, was bei diesem Artikel zur Samenproduktion nach Streichung der Absätze 1 und 2 der allein verbleibende Absatz 3 noch für eine Funktion hat, ausser dass es dort um Heimatschutz gehen soll. In diesem Sinn werden wir dort die Minderheit Bertschy unterstützen.