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Hess Hans · Ständerat · 2015-03-09

Hess Hans · Ständerat · Obwalden · FDP-Liberale Fraktion · 2015-03-09

Wortprotokoll

Ich lege meine Interessenbindung offen: Ich bin nicht mehr Präsident der Lignum, Holzwirtschaft Schweiz, aber ich fühle mich dem Holz - und dem Wald ebenfalls - trotzdem verbunden.

Ich habe schon am 27. November 2014 im Zusammenhang mit der Behandlung der Motion von Siebenthal 12.3877, "Erschliessung als Voraussetzung für die Nutzung des Ökorohstoffs Holz", versucht darzulegen, dass in der Waldgesetzgebung bezüglich NFA eine besondere Situation gegeben ist. Wir erinnern uns daran: Bis 2006 war der Wald ein Subventionstatbestand. Dann hat man gesagt, mit Blick auf die Revision des Waldgesetzes, dass man das dann im Waldgesetz und nicht im NFA regle. Was passierte? Auf die Revision des Waldgesetzes wurde in beiden Räten nicht [PAGE 96] eingetreten, und dann bestand eine Finanzierungslücke. Das vergisst man, Frau Fetz und Herr Theiler, das will man einfach nicht wahrhaben.

Ich will jetzt nicht alles wiederholen, was Kollege Luginbühl und Kollege Baumann gesagt haben, aber ich muss noch Folgendes sagen: Wenn wir keine genügende Erschliessung haben - es ist so: Wir haben teilweise wirklich eine ungenügende Erschliessung -, dann kommt es zu einer Unternutzung. Die Unternutzung unserer Wälder ist eine verheerende Sache. Wir gefährden dadurch die Stabilität, Vielfalt und Vitalität der Wälder. Werden Letztere zu wenig genutzt, nehmen die Holzvorräte in den Wäldern weiter zu; diese gehören jetzt schon zu den höchsten in ganz Europa. Jetzt kommt dazu - das vergisst man, ich erlaube mir, der Städterin Anita Fetz die Waldpolitik zu erklären -, dass vorratsreiche Wälder besonders anfällig für Stürme sind. Zu hohe Waldvorräte haben wir besonders in den Voralpen - und nicht besonders in den Schutzwäldern -, wo die Erschliessung unserer Wälder auch am schlechtesten ist. Durch eine Förderung der Walderschliessung können wir diese Situation verbessern.

In Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit verzichte ich auf weitere Ausführungen, bitte Sie aber dringend, hier der Mehrheit zu folgen und den Antrag Baumann zu unterstützen.