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Bieri Peter · Ständerat · 2012-12-10

Bieri Peter · Ständerat · Zug · Fraktion CVP-EVP · 2012-12-10

Wortprotokoll

Erlauben Sie, dass ich kurz aus agronomischer Sicht Stellung nehme. Zuerst einmal zur Herkunft der Tiere: Da muss man die Dinge realistisch sehen. Wir importieren kaum mehr Tiere, die für die Mast bestimmt sind. Es gibt einige wenige Zuchttiere, die in die Schweiz importiert werden, und zwar zur Erneuerung des genetischen Bestands. Das ist notwendig, das macht man übrigens seit Jahrhunderten. Zum Beispiel basiert die ganze Pferdezucht in der Schweiz auf Linien, die aus anderen Ländern kommen, insbesondere aus England, Frankreich, Polen und Deutschland. Solche Importe zur Auffrischung des genetischen Bestands in unserem Land hat man immer gemacht.

Bei den Masttieren hingegen wird nicht einmal ein Promille importiert. Früher wurden Eintagsküken importiert; solche Brütereien haben wir heute in der Schweiz auch. Wir führen hier gewissermassen eine Phantomdiskussion. Selbst wenn man einmal ein Tier importiert, liegt doch die Swissness darin, dass dieses Tier in der Schweiz gehalten, gefüttert, versorgt und veterinärmedizinisch richtig behandelt wurde. Das ist die Thematik der Swissness-Vorlage, nicht der Umstand, dass vielleicht einmal ein Huhn, ein Kalb oder ein einzelnes Ferkel im Ausland geboren und dann hier aufgezogen wurde. [PAGE 1129]

Ich halte es übrigens hier ein wenig wie bei den Menschen: Ich bin für eine zügige Einbürgerung von jungen Menschen. Ich glaube, wir dürfen das auch den Tieren zumuten und sie relativ bald Schweizer werden lassen.

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