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Steiert Jean-François · Nationalrat · 2012-12-12

Steiert Jean-François · Nationalrat · Freiburg · Sozialdemokratische Fraktion · 2012-12-12

Wortprotokoll

Die SP-Fraktion wird mit einer Ausnahme die Minderheitsanträge unterstützen; die Ausnahme ist Artikel 14a.

Ich bin mit Jürg Stahl, dem Sprecher der SVP-Fraktion, in einem Punkt einig: In Block 1 geht es nicht um die zentralen Fragen. Umso erstaunlicher ist es für uns, dass mit den Anträgen, die wir hier diskutieren und die der Integration letztlich nicht förderlich sind, zusätzliche Differenzen zum Ständerat geschaffen werden sollen. Es sind zusätzliche Stolpersteine auf dem Weg zum erklärten Ziel dieser Revision, nämlich zu einer besseren Integration.

Was Artikel 7c und den Minderheitsantrag Schenker Silvia betrifft, sind wir mit dem Bundesrat und einer sehr starken Minderheit der Meinung, es sei eine Rücksprache zwischen Arbeitgeber und IV-Stelle nötig, bevor ein Arbeitsverhältnis aufgelöst wird, wenn von der IV-Stelle Frühinterventions- oder Eingliederungsmassnahmen angeordnet werden. Die vom Ständerat vorgeschlagene Streichung dieses Artikels schadet der Zusammenarbeit zwischen IV-Stelle und Arbeitgeber, die von zentraler Bedeutung ist, wenn es darum geht, möglichst gute Voraussetzungen für einen Verbleib in der Arbeitswelt zu schaffen. Wenn der Rat der Mehrheit folgt und nicht der Minderheit und damit dem Bundesrat, wird nicht die Bereitschaft der Betroffenen gefördert, sich motiviert an Frühinterventions- oder Eingliederungsmassnahmen zu beteiligen, sondern ohne Not die Arbeitsplatzsicherheit destabilisiert. Die Streichung ist umso unverständlicher, als die Bestimmung - wie von Vorrednerinnen bereits erwähnt - nicht einen Zwang vorsieht, sondern eine blosse Anregung, die zu keiner Verpflichtung der Arbeitgeber führen wird. Konkrete Pilotprojekte zeigen heute schon, dass enge Diskussionen zwischen IV-Stelle und Arbeitgeber den Verbleib der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen an ihrer bisherigen Stelle massiv fördern. Deshalb ist es besonders unverständlich, dass dieser Passus gestrichen werden soll.

Die Gegner des Artikels haben richtigerweise betont, dass die Interventionen der IV-Stellen zugunsten des Verbleibs an der Arbeitsstelle auch ohne diesen Artikel erfolgen können und dass eine Streichung nicht unter dem Vorzeichen erfolgt, diese Kompetenz zu streichen. Die SP-Fraktion ist trotzdem der Meinung, dass dieser Passus aufrechterhalten werden soll, weil nur damit gewährleistet werden kann, dass die guten Interventionen der IV-Stellen zugunsten des Verbleibs am Arbeitsplatz auch systematisch erfolgen.

Bei Artikel 14a Absatz 3 empfehlen wir, der Mehrheit zu folgen.

Le groupe socialiste suivra ici la majorité pour les raisons suivantes. Certes, les mesures de réinsertion doivent être limitées à celles qui donnent des chances réelles d'arriver au but et qui ne sont pas de simples mesures d'occupation. En pratique, la limite n'est pas toujours facile à établir et surtout pas en amont de la mesure. Les critères de différenciation peuvent rapidement prendre des formes arbitraires et ainsi empêcher une personne de pouvoir bénéficier de mesures et surtout de pouvoir réintégrer le marché du travail. Ce constat vaut tout particulièrement pour les handicaps psychiques, dont il est connu et reconnu qu'ils peuvent donner lieu à des durées de traitement et de suivi qui peuvent varier fortement.

La proposition de la minorité nous fait courir le risque de mener à l'échec certaines réinsertions qui auraient pu réussir. Par rapport aux coûts économisés par une réinsertion réussie, les coûts éventuels économisés par la proposition de la minorité sont par ailleurs marginaux. La minorité donne ici de fausses incitations, c'est la raison principale pour laquelle nous soutiendrons le projet initial du Conseil fédéral, comme le propose la majorité de la commission.

En ce qui concerne l'article 16 alinéa 1, nous soutiendrons la minorité Heim. La modification introduite à la plus courte des majorités possibles de la commission ne change absolument rien à la pratique. L'administration a confirmé à la commission que d'ores et déjà seuls les coûts supplémentaires dus à un handicap sont pris en considération. La modification proposée est donc superfétatoire. C'est la raison pour laquelle nous vous recommandons d'y renoncer, ce qui réduira d'une unité au moins le nombre de divergences avec le Conseil des Etats.

Nous vous recommandons de suivre les minorités à l'article 7c alinéa 2 et à l'article 16 alinéa 1, et de suivre la majorité à l'article 14a alinéa 3.

[VS]