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Jenny This · Ständerat · 2011-03-01

Jenny This · Ständerat · Glarus · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2011-03-01

Wortprotokoll

Auch wenn ich anerkenne, dass diese Initiative administrative Umtriebe verursachen wird, möchte ich Sie bitten, der Minderheit zu folgen.

Letztes Jahr importierte die Schweiz für knapp 40 Millionen Franken Edelpelze wie Nerz, Persianer oder Fuchs, die meisten Importe von Produzenten, die sich einen Deut um die Tierschutzverordnung kümmern; dies ganz im Gegenteil, und das bitte ich Sie zur Kenntnis zu nehmen, zu den Schweizern, die sich an strenge Vorschriften halten müssen und auch halten. Das ist eine krasse Benachteiligung unseres einheimischen Gewerbes, und ich verstehe die Mehrheit der Kommission nicht, wieso sie das nicht verhindern will. Der Vorstoss will nichts anderes, als dass nicht weiterhin Pelze aus tierquälerischen Produktionen verkauft werden - nicht mehr und nicht minder. Das ist auch ganz im Sinn der Konsumenten. Heute kann ja praktisch niemand mehr ohne schlechtes Gewissen mit einem Pelz herumlaufen, ohne dass er böse Blicke und hämische Bemerkungen ernten muss!

Die Produktionsmethoden, wie sie zum Teil im Ausland praktiziert werden, sind barbarisch, herzzerreissend und beelendend. Wer das irgendwann einmal gesehen hat, hat also grösste Mühe, hier nicht einzugreifen. Die meisten Tiere, das wissen Sie selber, werden mit Fallen gefangen. All diese Methoden verursachen aber bei diesen Tieren schwerste Verletzungen und massive Qualen, denn es kann Tage dauern, bis sie von ihren Qualen erlöst werden. Die meisten reissen oder beissen sich selber ein Bein ab und verbluten nachher elendig. Da nichts zu unternehmen, scheint mir also doch ein bisschen einfach zu sein. Ich weiss nicht, was hier so schwierig sein soll, überhaupt nicht. Die Probleme, die wir hier an der Grenze haben, sind lösbar. Zudem schützen wir das einheimische Gewerbe, und auch die Jäger haben nicht allzu viel gegen diese Initiative einzuwenden: Auch sie sind der Meinung, dass man da etwas unternehmen kann und soll.

Ich möchte Sie deshalb bitten, der Minderheit zu folgen.