AB 186263
Schneider-Ammann Johann N. · Bundesrat · Bern · 2015-06-08
Wortprotokoll
Der nationale Massnahmenplan für die Bienengesundheit, welcher vom Bundesrat am 21. Mai 2014 verabschiedet wurde, nimmt unter anderem Bezug auf die Aktivitäten, die im Rahmen des Konzepts für die Bienenförderung in der Schweiz im Jahr 2008 als Antwort auf die Motion Gadient 04.3733, "Förderung der Bienen in der Schweiz", bereits umgesetzt worden sind. Hierbei handelt es sich um folgende Massnahmen:
1. die Stärkung der Forschung im Zentrum für Bienenforschung von Agroscope, insbesondere die Entwicklung und Umsetzung alternativer Bekämpfungsstrategien gegen Varroa;
2. die Gründung eines Lehrstuhls für Bienenforschung an der Vetsuisse-Fakultät der Universität Bern;
3. die internationale Zusammenarbeit im Rahmen des Netzwerks Collos, um die Suche nach nachhaltigen Lösungen für den Schutz der Bienenvölker zu verbessern.
Am Zentrum für Bienenforschung von Agroscope und am Institute of Bee Health der Vetsuisse-Fakultät der Universität Bern wird die Varroa erforscht und das Wissen kontinuierlich erweitert. Als Beispiel kann man drei laufende Projekte erwähnen: die Verbesserung der Ameisensäure-Langzeitbekämpfung mit Alternativen; die Erforschung der Frage, wie Temperatur und Feuchte die Wirksamkeit der alternativen Varroa-Bekämpfung beeinflussen; die Untersuchung, ob Spinnentoxine als Varroazide einsetzbar und wirkungsvoll sind. Zusätzlich ist der Bienengesundheitsdienst darum bemüht, die Erkenntnisse in die Praxis zu bringen.
Das bereits vorhandene, umfassende Wissen hinsichtlich der komplexen Zusammenhänge zwischen Wirt, Bienenvolk und Schädling, Varroa, führt zum Schluss, dass in der Bekämpfung dieses Schädlings nicht mit kurzfristigen, einfachen Lösungen gerechnet werden darf. Weltweit forschen viele Gruppen an diesem Thema, niemand hat bisher eine Patentlösung.