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Gross Andreas · Nationalrat · 2015-09-23

Gross Andreas · Nationalrat · Zürich · Sozialdemokratische Fraktion · 2015-09-23

Wortprotokoll

Sie haben Recht. Es gibt sogar die These, dass so viel gearbeitet wird, dass man gar nicht mehr zum Denken kommt und gar nicht mehr über das nachdenkt, wofür man gearbeitet hat, und dass die Arbeitsgesellschaft viel mehr Menschen kaputtmacht - auch mit riesigen Schäden -, als sich diejenigen, die sie vorhin so gepriesen haben, bewusst sind.

Ich möchte aber, wenn ich schon die Gelegenheit dazu habe, noch betonen: Das wichtigste Argument für mich ist, dass die Initiative eine Demokratisierung der Demokratie bedeutet. Denn die Chancengleichheit wird wesentlich erhöht, wenn die Menschen nicht mehr Angst um ihre Existenz haben und eben auch Zeit bekommen, sich um die allgemeinen politischen und gesellschaftlichen Gestaltungsfragen zu kümmern.

Diese Idee ist übrigens nicht neu: Selbst der Ständerat sagte 1877, als die Schweiz als erster Staat in Europa ein Fabrikgesetz einführte - das auch als Katastrophe für die Schweiz antizipiert wurde -, dass unsere Republik Menschen brauche, die Zeit hätten, sich um die Republik zu kümmern. Das sei die republikanische Voraussetzung unserer Schweiz, unserer Demokratie.

Diese Initiative ist eine Möglichkeit, vielen diese Zeit zurückzugeben, ohne dass die Gesellschaft davon bedroht würde.