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Leuthard Doris · Bundesrat · 2016-05-31

Leuthard Doris · Bundesrat · Aargau · 2016-05-31

Wortprotokoll

Herr Ständerat, man muss natürlich ein bisschen unterscheiden: Bezüglich der Nord-Süd-Verbindung lag jetzt der Fokus auf der Verlagerung des alpenquerenden Güterverkehrs. Die Ost-West-Achse, die Sie ansprechen, betrifft dann mehr oder weniger den Personenverkehr. Der Güterverkehr auf der Ost-West-Achse ist auch wichtig, aber der findet wirklich zum grossen Teil auf der Strasse statt. Dort haben wir auch Verladeterminals, die aber mehr oder weniger den Binnenverkehr und nicht den grenzüberschreitenden Verkehr betreffen. Wir haben keine Differenzen zur Forderung, dass jetzt auch in der Ostschweiz diese Projekte vorangetrieben werden sollen. Allerdings stecken wir ja alle auch in der Service-public-Diskussion.

Wir planen die zweite Botschaft zu Fabi mit den nächsten Ausbauschritten bis 2025 und 2030. Eine Lehre, die man schon auch ziehen muss, ist: Wir investieren gewaltig in den nächsten zehn, fünfzehn, zwanzig Jahren, und das wirkt auf die Billettpreise zurück. Wir haben immer gesagt, man müsse vorsichtig sein, weil die Investition nur das eine sei, nachher kämen die Betriebs- und Unterhaltskosten. Das merken die Bahnunternehmen massiv. Also auch dort ist eine gewisse Zurückhaltung angebracht, weil gerade die Klientel, die Gott sei Dank die Bahn benutzt, sehr preissensibel ist. Hier, glaube ich, müssen wir schon auch darauf achten, dass wir das ganze System nicht in einen solchen Perfektionismus drängen, dass dann einfach die Billettpreise so stark ansteigen, dass ein Teil der Bevölkerung findet: "Nein, dann benutze ich wieder die Strasse, weil das attraktiver und günstiger ist." Das ist dann unsere Aufgabe mit der weiteren Vorlage zu Fabi, die Sie im nächsten Jahr vorgelegt bekommen.