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Caroni Andrea · Ständerat · 2016-09-22

Caroni Andrea · Ständerat · Appenzell A.-Rh. · FDP-Liberale Fraktion · 2016-09-22

Wortprotokoll

Ich bin gerührt, dass ich dereinst aus einem so grossen Pool von Trauzeugen auswählen könnte! Ich erlaube mir noch eine ganz kurze Replik zu einigen Punkten.

Das eine ist die Angst, dass man dann den Trauzeugen nicht mehr dabeihaben dürfte. Sie ist unbegründet: Die Ehe ist heute öffentlich, man darf heute schon dabeihaben, wen man möchte, und selbstverständlich dürfte man das auch in Zukunft. Ich würde davon ausgehen, dass 95 Prozent der Leute dann immer noch einen Trauzeugen dabeihätten. Es gibt aber halt einfach Leute - ich habe auch in meinem Umfeld solche erlebt -, die Leute haben, die sie gerne dabeihätten und die in der Kirche dann wahrscheinlich auch dabei sind, die es sich aber z. B. wegen Auslandabwesenheit nicht einrichten können, zum Zeitpunkt der zivilen Trauung dabei zu sein. Klar kann man dann jemanden vom Amt holen oder kann in Las Vegas Elvis Presley engagieren, aber das ist ja eigentlich nicht der Sinn der Übung.

Noch ein letzter Punkt: Ein Hauptanliegen der Motion, die ich wie hoffentlich auch Kollege Jositsch nicht als überflüssig einschätze, war es, diese zehntägige Verkündungsfrist aufzuheben. Ich stelle fest, dass hierzu in diesem Saal grosse Einigkeit herrscht. Dann wäre immerhin das gewonnen.

Den untergeordneten Punkt, die Frage der Trauzeugen, kann man emotional unterschiedlich gewichten. Nochmals: Als gesetzliche Regel ist es an sich so wenig nötig, wie es z. B. auch ein Brautkleidobligatorium wäre. Wenn man aber so die Tradition verstärken möchte, kann man das natürlich tun.

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