Hadorn Philipp · Nationalrat · 2016-12-07
Hadorn Philipp · Nationalrat · Solothurn · Sozialdemokratische Fraktion · 2016-12-07
Wortprotokoll
Meine Minderheit in Sachen Qualitäts- und Absatzförderung verlangt, den Betrag gemäss Bundesrat und Ständerat auf 67,5 Millionen Franken zu belassen und ihn nicht um 2,5 Millionen Franken zu erhöhen. Bei diesem Minderheitsantrag geht es mir mehr ums Prinzip. Die angeblichen Bauernvertreter hier im Saal verlangen vom Bundesrat ein meines Erachtens unsägliches Sparpaket. Es zeugt aus meiner Sicht von einer Missachtung gegenüber den gutfunktionierenden Institutionen und Leistungen unseres Staates. Der Bundesrat setzt diese Sparvorschläge in seinem Entwurf um. Jetzt kommen diese angeblichen Bauernvertreter mit vielen diffusen und undefinierten Vorschlägen, dass der Bund, gesteuert mit Ausgabenreduktionen, in vielen Bereichen noch weiter sparen oder abbauen sollte.
Da reibe ich mir ein bisschen die Augen. Nur in der Landwirtschaft wird bei den Beitragsanpassungen minus in plus umgekehrt: Diese Klientel soll mehr erhalten. Sind sich die anständigen und krampfenden Bauern in unserem Land eigentlich bewusst, wie ihre angeblichen Vertreter in diesem Saal das verdiente Ansehen der Bauern in Verruf bringen und dazu den nach wie vor vorhandenen öffentlichen Goodwill gegenüber diesem Stand verscherzen? Mein Vorredner hat geäussert, die Angestellten im ETH-Bereich würden auf Händen getragen. Er verkennt dabei, dass in jedem Job, in jeder Aufgabe unterschiedlichste Herausforderungen zu stemmen sind, gute Erlebnisse vorkommen, so in der Landwirtschaft, mit Tieren und auf dem Land, so aber auch bei einem Forscher oder einem Lehrbeauftragten an einer Universität oder einem Angestellten in der Bundesverwaltung.
Stimmen Sie meiner Minderheit zu, und verzichten Sie damit darauf, dem Bauernstand zu schaden. Damit gelingt es Ihnen auch, die Widersprüchlichkeit der Finanzkommission des Nationalrates aufzudecken.