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Egloff Hans · Nationalrat · 2016-12-13

Egloff Hans · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2016-12-13

Wortprotokoll

Sie kennen die Frage an der Kasse nach ihrer Cumulus-Karte oder Supercard. Nie käme es mir in den Sinn, diese Rabattangebote zu nutzen, nie käme es mir in den Sinn, an einem Preisausschreiben teilzunehmen, und Kreditkarten nutze ich nur, wo ich wirklich muss. Es ist nicht wirklich spannend, aber wenn Sie es doch wissen möchten: Ich esse gerne Fleisch, ich trinke gerne Rotwein, und ich war auch schon an einem Konzert der Red Hot Chili Peppers. Die diesbezügliche Datenverfügbarkeit ist aber mir oder Ihnen anheimgestellt. Etwas anders sieht es aus bei den Daten über Sie zum Beispiel als Fahrzeuglenker, als Stipendienbezüger, als Patient, als Rentenbezüger. Bald werden Sie auch als Liegenschaftenbesitzer durchnummeriert und unter Beobachtung gestellt.

Ältere unter Ihnen haben bestimmt das Buch "1984" gelesen. Damals war das noch Science-Fiction. Heute zwar immer noch lesenswert, ist der Roman von Orwell längst von der Realität überholt. Heute weiss jede und jeder alles über Sie - und vor allem auch der Staat. Nicht dass es dabei um die grossen Geheimnisse eines Menschen ginge, nein, es geht um den gewillkürten Schutz oder die Preisgabe von Persönlichkeit. Mit der Debatte zum Bankkundengeheimnis erreicht die Diskussion nun eine ganz neue Dimension. Die Motivation zur Aufhebung des Bankkundengeheimnisses ist offenbar einzig und allein der Generalverdacht, unter den die Bürgerinnen und Bürger gestellt werden sollen. "1984" lässt wirklich grüssen.

Deshalb unterstütze ich sowohl die Initiative wie auch den Gegenvorschlag.

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