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Carobbio Guscetti Marina · Nationalrat · 2016-12-14

Carobbio Guscetti Marina · Nationalrat · Tessin · Sozialdemokratische Fraktion · 2016-12-14

Wortprotokoll

Zum jetzigen Zeitpunkt, wo die Krankenkassenprämien Jahr für Jahr steigen und zunehmend eine grosse Belastung für die Haushalte darstellen, sind dringend Massnahmen nötig. Es sind bald sieben Jahre her, dass unsere Kollegin Ruth Humbel eine parlamentarische Initiative zur Prämienbefreiung der Kinder eingereicht hat. Heute endlich, auch dank einer parlamentarischen Initiative von Kollege Rossini aus dem Jahr 2013, "KVG. Änderung der Prämienkategorien für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene", können wir beschliessen, die Familien ein wenig zu entlasten, indem wir den massiv gestiegenen Krankenkassenprämien für junge Erwachsene zwischen 19 und 25 Jahren entgegenwirken. Der Entwurf der Kommission ist ein erster, wichtiger Schritt, um die finanzielle Belastung für Familien in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung zu lindern. Wir sind aber noch weit entfernt vom Ziel, dass die Prämienlast für keinen Haushalt höher als 8 Prozent des Reineinkommens ist, wie es der Bundesrat bereits 1991 in seiner Botschaft zur Schaffung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung festgelegt hatte.

Um die Last von Familien und Haushalten wirksam zu reduzieren, braucht es aber noch weitere Massnahmen. Gleichzeitig muss garantiert sein, dass die Mittel für die individuellen Prämienverbilligungen nicht gekürzt werden, wie es leider von der Mehrheit des Parlamentes mit der Kürzung der Bundesbeiträge zur Prämienverbilligung im Rahmen des Stabilisierungsprogramms beschlossen wurde. Trotz Prämienverbilligung ist die verbleibende Prämienbelastung für viele Haushalte immer noch sehr hoch, der Mittelwert liegt bei 12 Prozent und nahm in den letzten Jahren zu.

Die Vorlage geht in die richtige Richtung: Dank der Kombination zweier Massnahmen soll die finanzielle Belastung der Familien durch die Krankenkassenprämien gemildert werden. Einerseits sollen die Versicherer im Rahmen des Risikoausgleichs bei den jungen Erwachsenen entlastet werden, damit sie deren Prämien senken können. Die dazu erreichten Einsparungen in der individuellen Prämienverbilligung sollen andererseits dazu eingesetzt werden, die Prämien für Kinder, die in Haushalten mit unteren und mittleren Einkommen leben, stärker zu verbilligen. Damit soll innerhalb der Krankenpflegeversicherung die finanzielle Solidarität zugunsten der Familien gestärkt werden.

Dies kann aber nur erreicht werden, wenn neben der Reduktion der Prämien für die Jungen zwischen 19 und 25 Jahren die Prämienverbilligung auch Familien mit Kindern zugutekommt. Ohne die Reduktion der Kinderprämien um mindestens 80 Prozent wird das Ziel, die Last der Familien zu reduzieren, nicht erreicht. Gleichzeitig wird aber die Prämienbelastung der erwachsenen Bevölkerung um 10 Franken zunehmen. Eine so einseitige Vorlage wie jene der Minderheit Pezzatti, die bei der Prämienverbilligung den Status quo beibehalten will, können wir nicht unterstützen.

Il monitoraggio 2014 effettuato dall'Ufficio federale della sanità sull'efficacia del sistema di riduzione dei premi cassa malati mostra come, rispetto all'ultimo monitoraggio del 2010, l'onere dei premi è aumentato tra tutti i cantoni e modelli di economia domestica, passando dal 10 al quasi 12 per cento in media - questo nonostante e dopo la riduzione dei premi. È soprattutto tra le economie domestiche con giovani adulti a carico che si denota un onere dei premi medio del 15 per cento del reddito disponibile. Come dicevo prima, l'onere è ben oltre quell'obiettivo sociale dell'8 per cento, si arriva quasi ad un raddoppio.

Fa specie, quindi, sentire oggi l'UDC che chiede di non entrare in materia su questo disegno di atto legislativo dicendo che non è necessario fare qualcosa a favore delle famiglie per ridurre i premi cassa malati e contrastare l'aumento dei premi dei giovani adulti. Qui non si risponde alle vere esigenze delle famiglie che sono, appunto, quelle di poter far fronte al continuo aumento dei premi cassa malati.

A rischio sono infatti da un lato sempre più famiglie dei ceti medi e medio-bassi, impossibilitati a far fronte ai costi per le cure medico-sanitarie per via dei premi cassa malati stessi che, come dicevo, continuano ad aumentare sommandosi ai costi assunti direttamente dagli assicurati, con franchigie, partecipazioni ai costi e costi per spese non rimborsate dall'assicurazione malattia. Dall'altro lato, se non interveniamo, a rischio è però anche il principio di solidarietà nell'assicurazione malattia che è sempre più strapazzato e messo in discussione a causa, appunto, dell'aumento dei premi cassa malati. [PAGE 2206]

Ecco perché vi chiedo, a nome del gruppo socialista, di entrare in materia e fare un primo passo, sostenendo quanto la commissione vi propone. Vi chiedo di seguire la maggioranza, ad eccezione della mia minoranza, sulla quale torneremo, che chiede di introdurre anche la compensazione dei rischi per i bambini.