Wicki Hans · Ständerat · 2017-03-06
Wicki Hans · Ständerat · Nidwalden · FDP-Liberale Fraktion · 2017-03-06
Wortprotokoll
Die Stossrichtung des Postulates kann ich natürlich sehr, sehr gut nachvollziehen, und ich erachte es auch als sehr wichtig, dass für den Tourismus gute Rahmenbedingungen bestehen. Noch wichtiger, als diese Koordinationsstelle zu schaffen, wäre es aber eigentlich, den Tourismusanbietern mehr Eigenverantwortung zu geben und auch Eigenverantwortung zu ermöglichen. Ich spreche hier natürlich insbesondere von den zahlreichen Regulierungen, denen die Branche ausgesetzt ist. Diese nehmen teilweise extreme Formen an - Sie wissen das sicherlich auch -, welche dann zu Kostensteigerungen für die touristischen Betriebe führen, die ins Masslose oder in absolute Superhöhen ansteigen. Dies ist natürlich auch bei den Seilbahnen der Fall, wo ich es selbst miterlebe. Ich begrüsse deshalb die bereits erstellten Projekte des Seco, welche in die genannte Richtung zielen.
Die Entlastung bei der Administration soll aber nicht nur bei den Seilbahnen, sondern in der Branche überhaupt erfolgen. Das kann auch im Rahmen einer Koordination durch das Seco erfolgen, wie das gemäss Stellungnahme des Bundesrates schon jetzt in weiten Teilen der Fall sei. Nur sollten das eben die touristischen Betriebe auch spüren - Kollege Engler hat es vorhin gerade gesagt, und ich kann ihm zustimmen. Und ich frage mich natürlich, ob bei der Koordination nicht die heisse Kartoffel hin- und hergeschoben wird und alle am Schluss einander zuprosten mit Wein, obwohl sie Wasser predigen. Unter diesem Aspekt betrachtet, ist eine Prüfung dieser Frage sicherlich nicht falsch, sie kann auch in Zusammenhang mit der Aktualisierung der strategischen Grundlagen der Tourismuspolitik gemacht werden, und das ist offenbar ohnehin beabsichtigt.
Ich unterstütze daher das Postulat in seinem ursprünglichen Sinne.