Rieder Beat · Ständerat · 2017-09-21
Rieder Beat · Ständerat · Wallis · CVP-Fraktion · 2017-09-21
Wortprotokoll
Wenn Sie sich in eine Diskussion solcher Art stürzen, dann ist es immer gut, wenn man vorher die betroffenen Bäuerinnen und Bauern einmal anfragt, wie wichtig ihnen denn dieses Anliegen, für welches ich persönlich viel Sympathie habe, im Alltag der Tierhaltung sei. Ich komme wie Kollege Fournier auch aus einem Kanton, der viele gehörnte Tiere kennt. Er kennt die Eringerkuh, die Schwarzhalsziege und das Schwarznasenschaf. Wenn Sie jetzt mit den Bauern sprechen und ihnen sagen: "Lesen Sie einmal diese Verfassungsnorm durch, gefällt Ihnen diese Verfassungsnorm?", dann fällt den Bauern, ohne dass sie Juristen sind, sofort auf, dass darin ein Tier fehlt. Es fehlt das Schwarznasenschaf. Die Chancengleichheit, die Kollege Zanetti erwähnt hat, ist nicht vorhanden.
Und das Zweite, viel Wichtigere, was mir die Bäuerinnen und Bauern mit auf den Weg gegeben haben, ist: Haben wir sonst keine Probleme bei der Haltung von gehörnten Tieren? Das Kernproblem ist, wie ich gehört habe, das folgende: Meine Existenz ist nicht davon tangiert, ob ich für das Horn des Schwarznasenschafs, der Schwarzhalsziege Subventionen bekomme oder nicht, sondern sie ist davon abhängig, ob wir genügend Mittel haben, um ein bestimmtes Tier zu regulieren. Es geht um das Tier, das Kollege Zanetti sonst immer sehr heftig verteidigt und zu dem Sie nächste Woche wieder eine Vorlage auf dem Tisch haben werden. Das ist das Hauptthema, das diese Züchterinnen und Züchter beschäftigt. (Heiterkeit) Das Hauptthema ist nicht die Subvention für das Horn oder Nicht-Horn!
Damit kann ich, bei aller Sympathie, diese Initiative nicht zur Annahme empfehlen. Ich werde mich der Stimme enthalten.