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AB 225982

Schneider-Ammann Johann N. · Bundesrat · Bern · 2018-02-28

Wortprotokoll

Der Bund, Frau Nationalrätin Chevalley, setzt seit 2003 gezielt finanzielle Anreize für eine nachhaltige Sömmerung von Schafen. Seither wurden die Sömmerungsbeiträge für die Schafe, bei denen täglich ein Hirte die Herde überwacht und kontrolliert, mehrmals erhöht. Für Tiere mit freiem Weidegang und ohne Hirten wurden die finanziellen Beiträge konstant belassen. Mit anderen Worten: Der Bund verfolgt eine Anreizstrategie, und die wirkt.

Wir haben wiederum nicht die ganz gleichen Zahlen, aber die Stossrichtung ist die gleiche. Die Anzahl der Schafe mit freiem Weidegang hat sich seit 2003 um mehr als die Hälfte reduziert, nämlich von 165 000 auf 65 000. In der gleichen Zeit hat sich die Anzahl Schafe mit Hirte mehr als verdoppelt, nämlich von 60 000 auf 145 000. Dieser Trend geht mit der Anreizstrategie natürlich in den kommenden Jahren weiter.

Konkrete Massnahmen zum Herdenschutz sind im Jagdgesetz verankert und werden von den Kantonen getroffen. Die Kantone werden vom Bundesamt für Umwelt unterstützt, es ist aber eine kantonale Angelegenheit.

Die Stossrichtung der Motion wird also grundsätzlich mit den eben aufgezählten Massnahmen erfüllt. Eine Änderung des bewährten Systems mit Anreizen über die Direktzahlungen ist unseres Erachtens nicht nötig und nicht zweckmässig.

Deshalb beantragt der Bundesrat, die Motion abzulehnen.

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