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Leuthard Doris · Bundesrat · 2018-03-08

Leuthard Doris · Bundesrat · Aargau · 2018-03-08

Wortprotokoll

Unbestritten braucht es Fachleute auch für den Rückbau der Kernanlagen. Diese werden eine Zeit lang ja auch noch laufen. Da haben wir keine Differenz, das war in der Vergangenheit so und wird auch in der Zukunft so sein. Aber auch hier ist es natürlich primär Sache der Unternehmen, für genügend Fachkräfte zu sorgen. Der Bund macht weder den ETH noch den Fachhochschulen, noch den Berufsschulen Vorgaben - das ist Sache der Organisationen der Arbeitswelt und der Unternehmen.

Was Mühleberg betrifft, hat das Ensi am 30. August des vergangenen Jahres ein Gutachten erstellt. Es ging für Mühleberg darum, den Nachweis für die Machbarkeit des Stilllegungsprojektes zu erbringen, und dazu gehört auch der Nachweis, dass man genügend Fachpersonal hat. Das wurde geprüft, und das wurde bejaht. Die BKW haben hier also auch mit eigenen Massnahmen, auch mit Weiterbildungsmassnahmen für das bestehende Personal, diesen Nachweis erbringen können - und so muss es eigentlich laufen.

Es ist für junge Menschen im Moment natürlich nicht wahnsinnig attraktiv, Nuklearphysik zu studieren, wenn sie wissen, dass das ein Bereich ist, der wahrscheinlich ein Auslaufmodell ist. Sie können bei den ETH nachschauen: Die Zahl neuer Studierender im Bereich Nuklearphysik ist tatsächlich stark rückläufig. Also bleibt uns vor allem Weiterbildung und Qualifizierung des bestehenden Personals. Das unterstützt der Bund mit seinen allgemeinen Mitteln für die Bildung. Aber primär ist es eben Sache der Unternehmen, in Zusammenarbeit mit den Organisationen der Arbeitswelt.

Das ist der formale Grund, weshalb wir die Motion ablehnen.