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Hess Lorenz · Nationalrat · 2018-03-12

Hess Lorenz · Nationalrat · Bern · Fraktion BD · 2018-03-12

Wortprotokoll

Frau Kollegin Leutenegger Oberholzer, ich kann Ihnen nicht einfach sagen, wie teuer das kommt. Da müsste man sich Fälle beschaffen. Jeder Fall ist bezüglich des Aufwandes völlig unterschiedlich. Sie können jetzt dann bei den Abstimmungen jene Anträge unterstützen, bei denen es darum geht, nicht mit vielen Leuten und mit grossem, teurem Aufwand vorzugehen, sondern mit Observationsmitteln die gleichen Resultate zu erzielen. Das ist eine Frage, die die Kosten betrifft. Es ist ein Riesenunterschied, ob man mit einem Heer von Detektiven versuchen will, jemanden rund um die Uhr zu beobachten, oder ob man Hilfsmittel einsetzen kann. Klar ist, das bestätigen Ihnen sowohl die IV-Stellen wie auch Versicherungsgesellschaften, dass sich die Observation in dem doch immer noch bescheidenen Mass, in dem sie eingesetzt wird - ich habe vorhin Zahlen genannt -, durchaus rechnet. Wenn beispielsweise jemand es schafft - dieser Fall war sogar in den Medien -, knapp zehn Jahre lang eine Demenz vorzutäuschen, und so 900 000 Franken auflaufen und man am Schluss diesem Tun mittels Observation ein Ende setzen kann, dann ist es tatsächlich so, dass Kosten und Nutzen im positiven Bereich sind.

[VS]