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Merlini Giovanni · Nationalrat · 2018-09-19

Merlini Giovanni · Nationalrat · Tessin · FDP-Liberale Fraktion · 2018-09-19

Wortprotokoll

Unsere Fraktion wird auf die Vorlage eintreten und jeweils der Kommissionsmehrheit folgen und empfiehlt Ihnen, dasselbe zu tun.

In Artikel 53 StGB geht es um die Wiedergutmachung seitens des Täters als möglichen Strafbefreiungsgrund neben dem fehlenden Strafbedürfnis in Artikel 52 StGB und der Betroffenheit des Täters durch seine Tat in Artikel 54 StGB.

Nach über zehn Jahren seit der Einführung von Artikel 53 im Rahmen der Revision des Allgemeinen Teils des StGB im Jahre 2007 hat die Erfahrung gezeigt, dass die Anwendung dieser Bestimmung in verschiedenen Fällen effektiv einem Freikauf von Strafe gleichkommt. Nachdem aber im Parlament keine Mehrheit für eine ersatzlose Streichung dieser Bestimmung aus dem StGB zu finden war, erscheint eine Einschränkung ihres Anwendungsbereichs politisch zweckmässig. Wie wir von den Berichterstattern gehört haben, sieht die geltende Bestimmung vor, dass von einer Strafverfolgung, einer Überweisung an das Gericht oder einer Bestrafung abzusehen ist, wenn der Täter den Schaden gedeckt oder alle zumutbaren Anstrengungen unternommen hat, um das von ihm bewirkte Unrecht auszugleichen, sofern die Voraussetzungen für die bedingte Strafe gemäss Artikel 42 StGB gegeben sind und das Interesse der Öffentlichkeit und jenes des Geschädigten an der Strafverfolgung gering sind. Wiedergutmachung ist somit bis zu einer Freiheitsstrafe von höchstens zwei Jahren möglich.

Hingegen ist unklar, was bei Übertretungen gilt. Entgegen dem Wortlaut der Bestimmung vertritt die überwiegende Lehre die Meinung, dass eine Wiedergutmachung auch bei Übertretungen und selbst bei Unternehmensbussen nach Artikel 102 StGB möglich sein soll, sofern keine ungünstige Prognose nach Artikel 42 StGB vorliegt.

La maggioranza commissionale - oltre a limitare la possibilità della riparazione penale secondo l'articolo 53 del Codice penale svizzero ai casi in cui entra in considerazione come sanzione una pena detentiva fino al massimo ad un anno anziché due, una sanzione pecuniaria o una multa - propone di aggiungere un nuovo presupposto per l'applicazione di questa disposizione, ossia che l'autore abbia confessato la fattispecie.

Tutti i nuovi presupposti valgono anche per la relativa norma del Codice penale militare, mentre per il diritto penale minorile basta il presupposto dell'avvenuta confessione. Queste modifiche dell'articolo 53 del Codice penale dovrebbero quindi riuscire a contrastare l'impressione che solo le persone solvibili possano cavarsela senza alcun perseguimento penale e senza alcuna condanna. Il nostro gruppo parlamentare condivide infine anche la scelta della maggioranza commissionale di rinunciare all'iscrizione nel casellario giudiziale di sentenze che non prevedono sanzioni e di decreti di abbandono, in conformità alla presunzione di innocenza che risulta preponderante rispetto agli interessi del perseguimento penale, tanto più che l'imputato non ha a disposizione rimedi contro un decreto di abbandono.

Per tutti questi motivi, vi invito ad entrare in materia e quindi ad approvare il disegno di legge così come formulato dalla maggioranza commissionale.