Leuthard Doris · Bundesrat · 2018-11-28
Leuthard Doris · Bundesrat · Aargau · 2018-11-28
Wortprotokoll
Wir haben keine Differenzen. Die Anträge Ihrer Kommission entsprechen den Anträgen des Bundesrates. Wir sind ja mitten in der Diskussion über eine Revision des Jagdgesetzes. Wenn man dort Anliegen einbringen will, ist das sowieso Sache der offenen Beratung im Parlament. Wir werden dann im nächsten Jahr die Vorlage zur Agrarpolitik unterbreiten. Insofern müsste man schauen, dass der Bericht dort einfliessen kann, denn er hängt, wie Sie gesagt haben, natürlich auch mit dem Direktzahlungssystem zusammen.
Wir haben seit 2003 die Sömmerungsbeiträge. Das hat dazu geführt, dass die Standweidesysteme zugunsten der Sömmerung mit ständiger Behirtung abnehmen. Das wiederum hat u. a. damit zu tun, dass dort natürlich der Herdenschutz viel wichtiger geworden ist. Hier muss wahrscheinlich dann auch die Politik schauen, ob die Anreize richtig gesetzt sind.
Wir haben heute 310[NB]000 Stück Kleinvieh, die gesömmert werden, und - ich muss das immer wieder sagen - im Schnitt werden nur 275 Tiere von Grossraubtieren gerissen. 310[NB]000 Stück sind auf den Alpen, 275 werden gerissen. Sie wissen auch, dass etwa 4000 bis 6000 Tiere eines anderen Todes sterben. Man muss immer die Relationen sehen und dann schauen, wie viel Geld wir wofür einsetzen, ob das angemessen ist.
Deshalb, glaube ich, können wir gern diesen Bericht machen und das darlegen, auch die Situation mit dem Direktzahlungssystem, dem Herdenschutz, den Entschädigungen und der Zunahme der Grossraubtiere. Das entspricht sicher auch dem Wunsch des Bundesrates.
[VS]