Brunner Toni · Nationalrat · 2000-03-15
Brunner Toni · Nationalrat · St. Gallen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2000-03-15
Wortprotokoll
Die Minderheit Sommaruga will Artikel 2 streichen, jenen Artikel, der vorsieht, dass die Lagerung von Holz dort unterstützt werden soll, wo über Gebühr viel Sturmholz auf einmal anfällt, wodurch der Holzmarkt vorübergehend entlastet werden soll. Die Lagerung kann dezentral im Wald oder zentral auf zusätzlich dafür eingerichteten Holzlagerplätzen erfolgen. Zum Betrieb der Lager gehört auch der direkte Transport vom Wald zum Lagerplatz.
Das Holz soll zu einem späteren Zeitpunkt auf den Markt kommen, und zwar nicht alles miteinander, sondern gestaffelt, damit man doch noch einen rechten Preis lösen kann. Es muss auch das Ziel sein, grössere Mengen dieses Holzes exportieren zu können. Gelagert werden soll in erster Linie gutes Holz, das von der Qualität her noch gut abzusetzen ist.
Aber dieser Artikel beinhaltet nicht nur Rundholzlager, die der Werterhaltung des Holzes dienen, sondern auch Industrieholzlager und Schnitzelholzlager; letzteres vor allem als Forstschutzmassnahme, um das Holz zu räumen und vom Borkenkäfer fernzuhalten. Das ist allemal eine billigere Bekämpfung des Borkenkäfers, als ihn im Wald bekämpfen zu wollen.
Zudem haben Erfahrungen aus dem Sturm Vivian allem Vernehmen nach gezeigt, dass Holzlagerstätten in der Praxis unumgänglich waren. Man kann gegen Holzlager sein, aber Holzlager wird es geben, und man hat mit diesen nach dem Sturm 1990 gute Erfahrungen gemacht. Kommt dazu, dass sich die Kantone an den Lagerhaltungskosten ebenfalls zwingend zu beteiligen haben.
Ich bitte Sie, bei Artikel 2 der Mehrheit zu folgen.