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Bieri Peter · Ständerat · 2002-06-20

Bieri Peter · Ständerat · Zug · Christlichdemokratische Fraktion · 2002-06-20

Wortprotokoll

Bei der Frage der minimalen Feriendauer für Lehrlinge haben wir bereits in der Kommission den Antrag Plattner diskutiert. Damals stand in der WAK-NR auch noch die Parlamentarische Initiative Wyss Ursula 01.445 zur Diskussion, die das gleiche Ziel verfolgte. Diese Initiative wird von der nationalrätlichen Kommission abgelehnt. Das wussten wir in der damaligen Situation noch nicht. Aber ich glaube, dass die Ansicht, die in unserer Kommission eine Mehrheit gefunden hat, mittlerweile durch den Antrag der Kommission auf Nichtfolgegeben bestärkt wurde.

Die Frage der minimalen Feriendauer kann zu Recht diskutiert werden. Die Attraktivität der Lehre mit der dualen Ausbildung ist sicher besser, wenn auch ein angemessener Ferienanteil vorhanden ist. Das ist der positive Ansatz, den Herr Plattner hier verfolgt. Negativ daran ist, dass dann Lehrbetriebe möglicherweise nicht mehr bereit sind, Lehrlinge auszubilden, wenn diese zu oft vom Arbeitsplatz weg sind. Mit sechs Wochen wären sie nebst der Schule und den heutigen minimalen fünf Wochen Ferien noch eine zusätzliche Woche nicht am Arbeitsplatz.

Ich meine, dass mit dem Antrag Plattner der Konsens, der im Berufsbildungsgesetz gefunden werden konnte, infrage gestellt werden könnte, wenn noch einmal eine sehr schwierige Diskussion zu diesem brisanten Thema geführt würde. Aber es ist selbstverständlich das Recht von Herrn Plattner, für diese Sache einzustehen.

Die Kommission hat die Frage diskutiert und beantragt Ihnen, diese Forderung abzulehnen.

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