Maurer Ueli · Bundesrat · 2019-06-12
Maurer Ueli · Bundesrat · Zürich · 2019-06-12
Wortprotokoll
Der Bundesrat ist bereit, dieses Postulat entgegenzunehmen. Ganz grundsätzlich begrüssen wir es in der Verwaltung, wenn wir eine Durchlässigkeit zur Privatwirtschaft haben. Eine Verwaltung gerät immer etwas in die Gefahr, dass sie unter einer Käseglocke arbeitet, und in diesem Bereich, in dem es um neue Technologien, neue Informationen geht, ist ein Austausch besonders zu begrüssen.
Das Postulat ist in seiner Forderung und seiner Begründung ja sehr bescheiden. In der Begründung heisst es, dass während eines Jahres mindestens zwei Fellows in einer Querschnittfunktion eingebunden werden. Mit nur zwei Personen geraten wir also nicht gerade aus den Fugen, aber ich denke schon, dass man profitieren könnte, wenn die Einbindung gelingt. Wir orientieren uns hier auch an anderen Staaten, beispielsweise an Israel, das diese Start-ups für eine gewisse Zeit in die Verwaltung einbindet, Japan ist ein weiteres Land, Singapur - es gibt also Länder, die dieses Modell eingesetzt haben, es pflegen und davon profitieren. [PAGE 1020]
Ich glaube, dass das Postulat in der Form, wie es eingeführt wird, etwas entspricht, das der Bundesrat ohnehin zu machen gedenkt. Es geht darum, zu prüfen und pro Jahr mindestens zwei Leute einzubinden. Ich glaube, diese Forderung ist so bescheiden, dass man ihr zustimmen kann. Wir denken ohnehin in diese Richtung und haben diese Kontakte. Mit dem Postulat hätten wir dann auch formal die Zustimmung des Parlamentes, dass wir auf diesem Weg weitergehen können.
Das geplante Vorgehen ist für die Verwaltung gerade im Bereich von neuen Technologien interessant, denn hier gehören wir wahrscheinlich nicht ganz zu den innovativsten, wenn ich die ganze Start-up-Szene betrachte. Wenn es gelingt, Schnittstellen und Durchgängigkeiten zu schaffen, können beide Bereiche profitieren.
In dem Sinne sind wir bereit, das Postulat entgegenzunehmen.