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Simoneschi Chiara · Nationalrat · 2002-09-19

Simoneschi Chiara · Nationalrat · Tessin · Christlichdemokratische Fraktion · 2002-09-19

Wortprotokoll

Ich muss sagen, ich staune manchmal, wenn ich Kollege Kofmel höre. Ich muss staunen, weil das, was er gesagt hat, so widersprüchlich ist. Wir haben schon jetzt ein Schweizerisches Institut für Berufspädagogik. Dieses Institut existiert, und es gibt drei Antennen in den drei Landesteilen. Es sind sehr wichtige Institute, die für die Bildung der Ausbildenden und auch für Weiterbildung und Innovation zuständig sind. Wenn also ein solches Institut existiert, können wir doch die Formel "Der Bund führt" ins Gesetz schreiben! Wir können nicht sagen: Ja, wir wollen das, nachher aber eine Kann-Formulierung wählen. Das ist also wirklich "une contradiction très, très grande".

Es ist jetzt Zeit, dass dieses Institut endlich eine feste rechtliche Basis erhält; denn bis jetzt war es wirklich ein Albtraum. Dieses Institut hat nie eine wirkliche rechtliche Basis erhalten, sondern es war einfach da, auf eine "schwammige" Art. Vor zwei oder drei Jahren ist aber die diesbezügliche Verordnung gekommen, und wir müssen nun einfach die Bestimmungen dieser Verordnung in das Gesetz aufnehmen und sagen, dass ein Institut für die Pädagogik in der Berufsbildung existiert.

Warum ist das wichtig? Es ist wichtig, weil der Bund für die Berufsbildung zuständig ist; es ist wichtig, dass der Bund auch in der Pädagogik, in der Ausbildung dieser Lehrer, zuständig ist; und es ist wichtig, damit unsere Lehrer in den drei Landesteilen eine gute Ausbildung und eine gute Weiterbildung erhalten. Dann kann man auch Innovation machen. Es ist sehr wichtig, dass wir in der Pädagogik und Didaktik innovativ sind. Wir müssen also ein solches Institut haben.

Si l'on veut être un peu cohérent et si l'on dit que cet institut existe, qu'on y tient et que la formation professionnelle est une tâche de la Confédération, alors il faut dire que la Confédération "entretient un institut", et pas qu'elle "peut" entretenir.

Je vous prie donc d'adopter la proposition de la majorité de la commission.