Sommaruga Simonetta · Bundesrat · 2019-09-10
Sommaruga Simonetta · Bundesrat · Bern · 2019-09-10
Wortprotokoll
Je commencerai par répondre à la question de Monsieur Comte. Je pense que vous avez tout à fait raison: pour avoir une bonne compréhension du pays, il faut avoir une bonne compréhension de la langue. Comme vous l'avez dit, quand les CFF négocient avec les Français, ils le font en général en français. Toutefois, ce n'est pas seulement la France qu'il faut comprendre, mais aussi et surtout les régions de notre pays.
Je vous dirai les choses ainsi: ne croyez pas chaque phrase venant d'un "headhunter" au sujet de ce processus de recrutement. Je peux vous assurer que la connaissance des langues de notre pays est une des compétences que l'on peut attendre d'un futur ou d'une future cheffe des CFF.
Je me permettrai quand même de continuer en allemand, si vous le permettez, Monsieur Berberat.
Ich sage gerne etwas zur allgemeinen Bedeutung der direkten Bahnverbindungen über die Landesgrenzen hinweg. Es ist für den Bundesrat absolut klar, wie wichtig diese Bahnverbindungen sind. Gerade wenn man sich heute wieder, Sie haben es auch erwähnt, klimapolitisch besinnen will, wie man eigentlich reisen kann oder sollte, dann muss das entsprechende Angebot auch vorhanden sein.
Sie fragen, wer das TGV-Angebot Schweiz-Frankreich konkret bestimmt. Das TGV-Angebot wird von Lyria betrieben und auch verantwortet. Lyria ist ein Tochterunternehmen der französischen Staatsbahn SNCF und der SBB. Die SBB sind mit 26 Prozent an Lyria beteiligt. Das Angebot wird eigenwirtschaftlich erbracht, also nicht auf Bestellung von irgendjemandem.
Zu Ihrer Frage, was sich im Dezember 2019 konkret am Angebot ändert: Ab Fahrplanwechsel werden die älteren einstöckigen Züge durch neue Doppelstockzüge ersetzt, die beträchtlich grösser sind und mehr Sitzplätze haben. Zwischen Lausanne und Paris gibt es neu sechs statt fünf Verbindungen pro Tag und Richtung. Davon werden drei über Vallorbe und drei über Genf geführt. Das heisst, Vallorbe verliert eine Direktverbindung. Als Ersatz ist aber für Vallorbe und französische Halteorte eine Verbindung mit Umsteigen in Dijon geplant. Ich weiss schon, es ist nicht das Gleiche, wie wenn man direkt fahren kann. Es ist aber immerhin nicht so, dass man diese Verbindung einfach tel quel verliert.
Die drei heutigen Verbindungen ab Neuchâtel mit Umsteigen in Frasne bleiben erhalten. Die Zubringerzüge Neuchâtel-Frasne werden - endlich, muss man sagen - auch noch mit neuen, komfortablen Fahrzeugen geführt. Heute besteht täglich eine Direktverbindung von Bern über Basel nach Paris. Diese Verbindung entfällt leider, sodass jetzt Reisende zwischen Bern und Paris neu immer umsteigen müssen, sei es in Basel, in Lausanne oder in Genf.
Die vier zusätzlichen TGV-Züge zwischen Lausanne und Genf werden auf dieser stark befahrenen Strecke - Sie haben hier ja Befürchtungen - die Trassen des Eurocitys Genf-Milano nutzen, denn dieser verkehrt nicht jede Stunde. Derzeit werden diese Kapazitäten teilweise für zusätzliche Züge während der Stosszeiten verwendet. Einer der TGV wird den Interregio ersetzen, der um halb sechs ab Genf fährt. Wir haben dort wirklich auch die Kapazitäten überprüft.
Schliesslich Ihre Frage: Wird der Jurabogen von den TGV-Verbindungen abgehängt? Nein, das kann ich Ihnen deutlich sagen. Das Bundesamt für Verkehr hat im Einvernehmen mit der französischen Partnerdirektion vorgeschlagen, einen neuen Dialog zwischen den Beteiligten, also zwischen uns, dem Kanton Waadt und der Region Burgund/Franche-Comté, zu starten. Im Juli dieses Jahres hat bereits ein erstes Treffen stattgefunden. Alle Parteien haben ihren Willen bekundet, das Angebot auf der Linie von Lausanne über Vallorbe und die Jurakette nach Paris langfristig zu sichern. Das heisst, Lyria, SBB, SNCF, die Kantone Waadt und Neuenburg sowie die Region Burgund/Franche-Comté haben jetzt eine Roadmap bezüglich der Linie Lausanne-Vallorbe-Paris über Frasne und Neuenburg-Paris über Frasne erstellt. Es gibt eine Vereinbarung, in der diese festgelegten Ziele präzisiert werden; diese ist bereits in Arbeit.
Es stimmt mich zuversichtlich, dass die Region des Arc jurassien langfristig gut per Eisenbahn mit Paris verbunden ist. Ich hoffe, ich konnte es Ihnen damit aufzeigen: Wir haben wirklich die verschiedenen Verbindungen auf dem Radar. Wir tun sehr viel, damit diese internationalen Verbindungen erhalten bleiben, wenn möglich sogar noch ausgebaut werden, damit die Reise im Zug heute und in Zukunft attraktiv bleibt.