Rieder Beat · Ständerat · 2019-09-11
Rieder Beat · Ständerat · Wallis · CVP-Fraktion · 2019-09-11
Wortprotokoll
Ich möchte die Diskussion nicht endlos weiterführen. Kollegin Fetz, wenn Sie an die Front gehen, dann sehen Sie, dass es das Einzelmarketing, also diese kleinen Tourismusorganisatiönchen usw., schon lange nicht mehr gibt, wenigstens in unserem Kanton. Es gibt das Destinationsmarketing, das wird kantonal geführt. Kein einziger Anbieter wird sich auch nur im Traum die Vorstellung machen, dass er als Einzelanbieter noch nach China, Japan oder Deutschland gehen könnte. Der Markt hat also reagiert, wir haben moderne Strukturen. Aber trotzdem braucht es Geld, weil unsere Konkurrenz - der Tourismus ist weltweit ein boomendes Geschäft - Geld hat, und zwar viel Geld. Daher bin ich der Meinung, dass Marktanpassungen zwar selbstverständlich erfolgen werden und wir dort immer bemüht sein müssen, einen Schritt weiter zu gehen; aber das braucht Mittel.
Zu Kollege Föhn: Es ist so, Österreich hat als EU-Mitglied natürlich die Schwierigkeit, seine Mittel so einzusetzen, dass sie nicht marktverzerrend sind; und die machen das auch. Dass sie Kredite erteilen und dann diese Kredite endlos weiterverlängern, ist nach den EU-Richtlinien offensichtlich möglich. Die Eigenkapitalbasis der Betriebe, die diese Kredite erhalten, liegt zwischen 5 und 10 Prozent. Jetzt können Sie sich das Risiko des Kreditausfalls selbst vorrechnen. Wir arbeiten nicht mit gleichen Waffen; das ist das grosse Problem. Jetzt müssen Sie mir nur sagen: Sind Sie einverstanden, in der Schweiz eine Hotel- und Tourismusbank zu eröffnen? Dann sind wir auf gleichem Niveau. Das möchten Sie wahrscheinlich eben auch nicht. Also möchte ich doch hier diese Mittel, die wir begrenzt haben, dem Tourismus zuführen können.